Zeppelin-Restaurant

Restaurant im Zeppelin-Museum verkauft sein Inventar – und wird überrannt

Friedrichshafen / Lesedauer: 3 min

Vom Salzstreuer bis zur Pfanne: Beim großen Ausverkauf schlugen zahlreiche Besucher zu. Manche wollten etwas für die eigene Küche, andere nur ein Andenken ans „Zeppi“.
Veröffentlicht:24.01.2023, 08:00

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Kaum hatte am Montag um 12 Uhr der Inventarverkauf im Zeppelin-Museumsrestaurant begonnen, strömten die Menschen ins Restaurant, um sich nützliche Utensilien oder einfach ein Andenken zu sichern.

Pfannen, Salzstreuer, Vasen und Geschirr aller Art – alles war wegen des bevorstehenden Pächterwechsels zum Verkauf angeboten.

Hermann und Johanna Dollak aus Tettnang suchten „nichts Bestimmtes“. Als Andenken an ihre Besuche im „Zeppi“ entschieden sie sich für Schälchen, auf denen sie Appetitanreger oder Desserts servieren wollen.

Das haben die Menschen gekauft

Peter Urs Naef war extra aus Zürich angereist. „Ich liebe es, Schnäppchen in der Gastronomie oder in Hotels zu suchen“, sagt der Hobbykoch. Im Museumsrestaurant entschied er sich unter anderem für Weckgläser, Weinkühler und Käsemesser.

Eine Riesenpackung Servietten mit dem Logo des Museumsrestaurants hat Simone Looser aus Langenargen ergattert. „Mein Sohn ist Luftfahrtfan“, erklärt sie und freut sich, ihm eine Freude machen zu können.

Wir werden überrannt.

Pächter Frank Rebholz

Vom Sitzfell bis zum Weckglas hatte Herlen Wacker aus Ravensburg allerlei in eine große Einkaufstasche gepackt und will damit nicht nur ihre eigene Küche bestücken. „Ein bisschen zum Verschenken für eine Gartenparty im Sommer ist auch dabei“, verrät sie.

Am Dienstag ist nochmal Flohmarkt

Vieles ging auch schon im Vorfeld weg. Stammgäste sicherten sich frühzeitig Andenken, Gastronomen ließen sich Geschirr und Küchenutensilien zurücklegen. Die endgültig letzte Chance, noch etwas zu ergattern, gibt es am Dienstag, 24. Januar. Dann ist nochmal Flohmarkt im Museumsrestaurant von 11 bis 17 Uhr, um Utensilien und Dekoartikel zu verkaufen.

„Wir werden überrannt“, sagt Pächter Frank Rebholz, beeindruckt. Seine Frau Andrea und seine Mitarbeiter helfen tatkräftig mit. Apropos Mitarbeiter: am Samstagabend bei einer Abschiedsparty haben sie ihm den Pokal ‚Weltbester Chef‘ verliehen.

Wie es mit dem Restaurant weitergeht

Frank Rebholz hört nach fast 13 Jahren als Pächter auf und will nun vor allem auch mehr Zeit für seine Frau und seine zwei Kinder haben. Zwar sei er nach seinem Herzinfarkt wieder völlig gesund, dennoch setzte in dieser Zeit bei ihm ein Umdenken ein.

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100 Wochenstunden Arbeitszeit waren für ihn keine Ausnahme, und nun will er etwas Neues beginnen. Ideen und Angebote gibt es einige, was es davon wird, will sich der 45-Jährige ganz genau und in Ruhe überlegen.

Seine Nachfolger sind Sabine Bold und Peter Rothe, die schon lange das Bio-Bistro v2o betreiben. Sie werden das Restaurant im Zeppelin-Museum nach einem Umbau im April wieder eröffnen. Neben hochwertiger Gastronomie planen sie auch kulturelle Veranstaltungen im ersten Stock des ehemaligen Hafenbahnhofs.