Pegelstand

Pegelstand der Rotach ist kein Grund zur Sorge

Friedrichshafen / Lesedauer: 2 min

Hochwassergefahr scheint gebannt – Kanäle in Oberschwaben haben Wasser nicht aufnehmen können
Veröffentlicht:30.05.2016, 20:30
Aktualisiert:23.10.2019, 15:00

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Land unter in Oberschwaben. Das heißt aber nicht, dass das Wasser, das vor allem im Landkreis Biberach großen Schaden angerichtet hat, auch in unserer Region solche Folgen haben wird. Es wird über die Flüsse abgeführt, die in den kommenden Tagen einen erhöhten Pegelstand haben werden. Bislang ist die Häfler Feuerwehr nur ausgerückt, um Sandsäcke in Biberach abzuliefern.

Das Wasser, das in Oberschwaben südlich der Wasserscheide Rhein-Donau fällt, wird irgendwann im Bodensee ankommen. Das muss aber nicht mit Überschwemmungen einhergehen, sagen die Experten des Hochwasserschutzes. Bisher sind die Region Friedrichshafen und der Bodenseekreis von den jüngsten Starkregenfällen und den folgenden Überschwemmungen verschont geblieben. Die Hochwasser in Oberschwaben traten vor allem nach Starkregen und sintflutartigen Gewitterschauern auf, die Kanäle konnten die Wassermassen nicht fassen.

Gefahr gebannt

Roland Roth, Chef der Wetterwarte- Süd, erwartet in nächster Zeit keinen Regen mehr. „Nach dem turbulenten Wochenende mit zahlreichen Unwettern im Vorhersagegebiet beginnt die neue Woche wechselhaft und kühler. Positiv ist, dass die Unwettergefahr nun gebannt ist, da die schwül-warme Luftmasse durch kühlere ersetzt wurde“, so seine Vorhersage. Auch für die Stadt Friedrichshafen gibt es derzeit keinen Grund zur Beunruhigung. Warnungen liegen keine vor. Die kommen dank des Hochwassermeldedienstes automatisiert bei den Leitstellen der Landkreise an. Laut der Hochwassermeldeordnung werden Pegelstände von Flüssen und Bächen beobachtet. Bei Überschreiten eines festgelegten Wertes gehen die Warnungen an die Leitstellen heraus, die wiederum informieren nach einer festgelegten Liste weitere Stellen.

Eine Sprecherin der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) erklärte zudem, dass die Warnungen und Hinweise zu Pegelständen und Hochwasserlagen im Internet abzulesen seien. Dort werden sie im Hochwasserfall stündlich, sonst mindestens alle sechs Stunden aktualisiert. Ablesbar sind die aktuellen Pegelstände und Prognosen, die aber auf statistischen Daten und nicht auf Wetterlagen beruhen.

Für die kommenden Tage wird es keine akute Gefahr für die Region geben, auch wenn die Flüsse zur Zeit viel Wasser in den See bringen. Entsprechend entspannt gibt sich auch Robert Schwarz, Sprecher des Bodenseekreises. Im ganzen Bodenseekreis gebe es derzeit keine Hochwasserwarnung.

Alle Infos zum Hochwasser gibt es im Netz unter

www.hvz.baden-wuerttemberg.de