Kürzel

Mein Kürzel: Ein Lacher auf Schwäbisch

Friedrichshafen / Lesedauer: 1 min

Unsere neue Volontärin kommt aus Hessen und lernt ihre neue Heimat erst noch kennen. Mit Sprachbarrieren der besonderen Art hatte sie allerdings nicht gerechnet.
Veröffentlicht:25.11.2022, 07:00
Aktualisiert:25.11.2022, 10:18

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Im Oktober startete ich als Volontärin bei der Schwäbischen Zeitung und seither kam einiges auf mich zu: Neue Wohnung, neuer Job und gewissermaßen auch eine neue Sprache. Ich komme aus dem schönen Taunus und hatte mit dem Schwäbischen, abgesehen von meiner Liebe zu Käsespätzle und ein paar entfernten Verwandten, bislang wenig am Hut.

Wie hätte ich also wissen sollen, dass mein frisch gewähltes Autorenkürzel hier für einen Lacher nach dem Nächsten sorgen wird. Aus den 20 Buchstaben, die mein vollständiger Name zur freien Kombination bot, entschied ich mich ausgerechnet für „hneu“. Als ich das erste Mal in der Redaktion nach meinem Kürzel gefragt wurde, ging das Gelächter schon los.

Hneu, Hanoi oder Ha noi!?

„Jaja, ich weiß. Das klingt wie die Stadt in Vietnam“, gab ich, naiv wie ich war, zurück. Dass es im Schwäbischen allerdings auch den gängigen Ausruf „Ha noi“ gibt, war mir ebenso fremd wie die Kehrwoche oder der Unterschied zwischen roter und weißer Bratwurst.

Vielleicht hätte ich mich doch lieber für eine Kombination aus Vorname, Zweitname und Nachname entscheiden sollen. Andererseits weckt das Kürzel „hasn“ eventuell falsche Hoffnungen auf ein Wetthoppeln mit dem stadtbekannten Seehasen.

Aber naja, wenn mein Kürzel den einen oder anderen schwäbischen Muttersprachler zum Schmunzeln bringt, kann ich nicht all zu viel falsch gemacht haben.