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Meinung

Kommentar zum Dialogforum: Den Felchen hilft das nicht

Friedrichshafen / Lesedauer: 1 min

Viel diskutiert, viel Geld ausgegeben und am Ende: keine Einigung. Eins ist sicher: Den Felchen hilft das nicht
Veröffentlicht:18.11.2023, 05:00

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„Der Dialogprozess ‚Kormoran und Fisch‘ hat den Grundstein für ein internationales Kormoran-Management am Bodensee gelegt“, sagt Landwirtschaftsminister Peter Hauk (CDU).

Hört man sich die Beteiligten an, dann könnte man glauben, Minister Hauk und seine Kollegin, die Umweltministerin Thekla Walker (Grüne) seien auf einer vollkommen anderen Veranstaltung gewesen. Die Umweltschutzverbände wollen kein Kormoran-Management, die Fischer werfen den Umweltschützern Verweigerungshaltung vor.

Was bitte soll denn ein Dialogforum bringen, das ein Jahr dauert, viel Geld gekostet hat und an dessen Ende jeder auf den bisherigen Standpunkten festgeklebt beharrt?

Gemeinsamer Nenner?

Die Umweltverbände, die der Meinung sind, der Klimawandel, Veränderungen im Artengefüge und der niedrige Nährstoffgehalt des Sees seien verantwortlich, halten den schwarzen Vogel für weitgehend unschuldig.

Die Fischer zeigen auf Stichling, Quagga-Muschel und Kormoran. Schon lange beklagen sie den Nährstoffmangel im See. Wäre das vielleicht ein gemeinsamer Anknüpfungspunkt?

Nein, sagen Verwaltung und Politik. Die Debatte über den Phosphatgehalt ist ein echtes Tabu für viele geworden ist. Den Felchen hilft das aber nicht weiter.