Dorfgemeinschaft

Kömödie sorgt für jede Menge Lacher

Friedrichshafen / Lesedauer: 2 min

„Einmal ist keinmal“ feiert Premiere im Gemeinschaftshaus Schnetzenhausen
Veröffentlicht:30.12.2018, 14:58
Aktualisiert:22.10.2019, 13:00

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Auch dieses Jahr ist die Begeisterung um die Theatergruppe der Jungen Dorfgemeinschaft Schnetzenhausen nicht zu bremsen gewesen. Mit ihrem Stück „Einmal ist keinmal“ gab es am Samstagabend die Premiere im Dorfgemeinschaftshaus, die vom Publikum mit viel Applaus quittiert wurde. Alle Karten für insgesamt sechs Aufführungen rund um Silvester waren an zwei Vormittagen ausverkauft und die Gäste im Besitz einer Eintrittskarte durften sich auf unzählige Lachmomente freuen.

Mit der auf Schwäbisch adaptierten Verwechslungskomödie in zwei Akten unterhielten die Laienschauspieler, die seit dem Sommer unter der Regie von Josef Angele für den Auftritt geprobt hatten, gekonnt die Gäste. Von der originell und modern dekorierten Bühne aus purzelten nur so die Verwechslungen und Verwirrungen, die sich um das Thema Liebesabenteuer, Partnerschaft und Fremdgehen drehten. Und überhaupt, zu den stärksten Szenen gehörten die Verwechslungen, die sich einmal mehr als überaus unterhaltsam erwiesen.

Hausherrin Marion Richter (Geli Beck) kündigte sachlich die Umbesetzungen an: „Der Paul ist der Butler, der Sievers ist der Paul und unser Hund heißt Alex.“ Die Geschichte fängt jedoch mit Gerlinde (Birgit Angele) an, die ein Plätzchen im Haus von Kinderbuchverleger Paul Richter (Walter Schnaderböck) und seiner Frau Marion sucht, um ein Liebesabenteuer mit Walter (Franz Völk) bei einem Gläschen Sekt zu genießen. Das soll ihr Mann Harry (Frieder Schädle), der auch im Verlag arbeitet, nicht mitbekommen. Es kommt natürlich anders als gedacht, denn Raumausstatter Alex (Richard Uhl) und Sigrid, das Hausmädchen, (Gabriele Gelder) wollen zur gleichen Uhrzeit das Haus der Richters nutzen, wie sollte es anders sein, ebenfalls für ein Liebesabenteuer. Zudem taucht Christa (Katrin Kosch) auf, die auch noch mitmischt. „Wir sind überbucht“ ruft plötzlich die Hausherrin Marion aus, deren Mann Paul sie der Liebschaft zu Alex, dem Raumausstatter, verdächtigt. Doch die Angst um die Beziehung dauert nicht lange an. „Komm, wir suchen uns 'was Jüngeres“, beschließt er zusammen mit Harry, dem lockeren Typ mit kurzem Pferdeschwanz. Als Anna Brettschneider (Erna Lutz-Angele) als berühmte Kinderbuchautorin auftaucht, ist das Chaos komplett und nicht nur das Haus der Richters voll, sondern auch die Bühne. Paul schlüpft in die Rolle des schlagfertigen Butlers Paulson, Alex, der Raumaustatter, mit der unvergesslichen Mimik ist Paul, Gerlinde ist plötzlich das Au-pair Mädchen mit italienischem Akzent und Alex heißt der Hund, den es gar nicht gibt.

Mit herausragend wandlungsfähigen Schauspielkünsten überzeugten alle Akteure in ihren Rollen und bereiteten so dem Publikum einen gelungenen Theaterabend, bei dem viel gelacht wurde.