Verkehrsmediation

Klufterner SPD: Gas geben beim Busverkehr

Friedrichshafen / Lesedauer: 2 min

Sozialdemokraten fordern die Erfüllung der Versprechungen aus der Mediation
Veröffentlicht:26.03.2019, 17:46
Aktualisiert:22.10.2019, 11:00

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Zwei Jahre sind seit dem Abschluss der Verkehrsmediation Kluftern zum Bau einer neuen Straße vergangen. Dort versprachen die Verantwortlichen des Kreises, der Stadt Friedrichshafen und Markdorf unter anderem „Gemeinsame Anstrengungen für den Ausbau und die Optimierung aller Facetten des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV)“ zu unternehmen.

Der Ausbau der Busverbindungen sei hierbei eine der leichteren Aufgaben, schreibt die SPD Kluftern in einer Pressemitteilung. Er nutze bestehende Infrastrukturen, benötige keinen Grunderwerb, keine langwierigen Planungen und Planfeststellungsverfahren. Und es ließen sich zwei zentrale gesellschaftliche Forderungen vereinen, Mobilität und Umweltschutz. Um wie viele Autos ein Bus die Straßen entlasten kann, zeigt anschaulich das Foto.

Der Bau der B31 bei Hagnau braucht viel Zeit und Geld, der Ausbau der Bodenseegürtelbahn braucht viel Zeit und etwas weniger Geld, heißt es in der Mitteilung weiter. Der Bau neuer Radwege brauche Zeit und noch weniger Geld. Der Ausbau der Busverbindungen brauche nur den Willen und das Geld.

Die Klufterner Sozialdemokraten fordern dringend die Erfüllung der Versprechungen aus der Mediation ein. Dazu gehört nach Ansicht der Partei, dass die Buslinien 11 und 12 bis zum Bischofsschloss (Stadtmitte Markdorf) fahren, dass schnelle Busverbindungen zwischen Markdorf und Friedrichshafen zu den Arbeitsplätzen eingeführt werden, dass die Busse in den Berufs- und Schülerverkehrszeiten im kürzeren Takt, also häufiger fahren, dass schon lange geforderte neue Bushaltestellen beim Markdorfer Gewerbegebiet und dem Gewerbegebiet Kluftern-Süd eingerichtet werden. Es gibt laut SPD derzeit 1800 Berufspendler von Markdorf nach Friedrichshafen und 800 von Friedrichshafen nach Markdorf. Das ergebe rund 5000 Autofahrten pro Tag alleine aus dem Berufsverkehr zwischen den beiden Gemeinden. Also viel Potenzial für ein gutes Busangebot.

Es sei eine Missachtung der jungen Menschen und ihrer „Friday for Future“-Aktionen, wenn sie dafür gelobt würden, aber vor Ort nicht einmal die einfachsten Dinge für eine Verkehrswende und des Klimaschutzes auf den Weg gebracht würden, schreibt der SPD-Ortsverein.