Partnerschaftsverein

Jeder Cent kommt in Polozk an

Friedrichshafen / Lesedauer: 3 min

Freundes- und Arbeitskreis Polozk sowie die katholische Gemeinde bitten um Spenden
Veröffentlicht:22.11.2018, 19:19
Aktualisiert:22.10.2019, 14:00

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„Jeder Cent kommt an“, das versprechen die Arbeitskreise Polozk und „Mission Entwicklung Frieden Polozk (MEFP) der katholischen Gesamtkirchengemeinde, der Partnerschaftsverein Freundeskreis Polozk und die Stadt Friedrichshafen . Im Dezember bitten die Freunde und Unterstützer Häfler Bürger um finanzielle Unterstützung für die Partnerstadt, um bei humanitären Projekten vor Ort helfen zu können.

Die Organisationen in Polozk (Weißrussland), die hilfebedürftige Menschen vor Ort unterstützen, können ohne Hilfe aus Friedrichshafen ihren Aufgaben nicht nachkommen, erklären die in Friedrichshafen engagierten Helfer. Dazu zählen Uwe Lenz vom Arbeitskreis Polozk, Roland Weiß und Elvira Müller vom Partnerschaftsverein Polozk, Gerlinde Ajiboye-Ames und Marianne Dreßler von MEFP sowie Helen Kohlöffel, Mitarbeiterin der Stadt Friedrichshafen, die für den Bereich Repräsentation und Gremien der Stadt Polozk verantwortlich ist. Die gespendeten Gelder kommen direkt bei den Organisationen in der Häfler Partnerstadt an. Es würden Projekte wie Lebensmittelausgabe oder für den Erwerb wärmender Kleidung genutzt, nennt Uwe Lenz beispielhaft. „Seit letztem Jahr unterstützen wir Projekt für einkommensschwache Familien“, erklärt Elvira Müller vom Freundeskreis. Mit den Spenden solle unter anderem die Begegnungsstätte für einsame Menschen unterstützt werden, ebenso wie die Rollstuhlfahrer-Vereinigung, die mit alltäglichen und lebensnotwendigen Dingen versorgt werden muss. Außerdem würden weiterhin die Vereinigung Belarussischer Frauen, das Projekt „Strumok“, welches Eltern von Kindern mit einer Behinderung unterstützt und das Tschernobyl-Echo mit Spenden bedacht, damit diese Organisationen weiterhin ihrer Arbeit nachgehen können, versichert Roland Weiß, ebenfalls vom Freundeskreis. Auch die katholische Gesamtkirchengemeinde unterstützt soziale Projekt vor Ort. Der Arbeitskreis MEFP hilft insbesondere der Sozialstationen in St. Babola in Polozk und Herz Jesu in Novo-Polozk. „Alte und kranke Menschen oder auch Familien mit behinderten Kindern leben oft völlig isoliert“, erzählt Marianne Dreßler. Das sei mit unseren Verhältnissen in keiner Weise zu vergleichen. Die Spendengelder würden zum Kauf von Medikamenten oder auch Hilfsmitteln wie beispielsweise Windeln dringend benötigt, bekräftigt auch Gerlinde Ajiboye-Ames. Zudem würde damit die Unterhaltung und Pflege eines Kleinbusses, der mit einer Rollstuhlrampe ausgerüstet ist, unterstützt. „Beide Gemeinden sind nicht in der Lage allein für die Kosten der Arbeit der Sozialstationen aufzukommen. Uwe Lenz bekräftigte, dass Hilfe vor Ort nach wie vor benötigt werde. „Eine Stadt wie Minsk erinnert durchaus an westliche Standards, aber in den ländlichen Räumen sieht das ganz anders aus“, berichtet er von seinen Reisen und Kontakten in Polozk. Im Laufe der Jahrzehnte habe sich schon viel getan, aber die Menschen vor Ort seien nach wie vor auf Unterstützung angewiesen.

Pate oder Patin werden

Wer möchte, kann über den Arbeitskreis Mission-Entwicklung-Frieden-Polozk (MEFP) oder über den Freundeskreis Polozk auch eine Patenschaft für bedürftige Menschen oder Familien in Polozk übernehmen. Gegen eine monatliche Spende, deren Höhe selbst bestimmt werden kann, vermitteln die Ansprechpartner beider Institutionen Kontakte zu einer Patenfamilie.