Zeppelin

In 30 Jahren zum erfolgreichen Konzertchor

Friedrichshafen / Lesedauer: 2 min

Musikdirektor Joachim Trost feiert Jubiläum als Leiter des Philharmonischen Chors Friedrichshafen
Veröffentlicht:20.09.2019, 15:58

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Die erste Probe des Philharmonischen Chors Friedrichshafen ist für Dirigent Joachim Trost zu einer Überraschung geraten: Der Vorstand hatte zu seinem 30-jährigen Jubiläum als Chorleiter eine Feier im Graf-Zeppelin-Haus vorbereitet. „Das ist eine unglaublich lange Zeit und verdient höchste Anerkennung“, dankte Vorsitzender Oskar Rapp .

Unter Trosts musikalischer Leitung konnte der Philharmonische Chor Friedrichshafen seine Erfolge mit beeindruckenden Aufführungen von anspruchsvollen Werken fortsetzen, sei es im Graf-Zeppelin-Haus oder in einer Kirche vor Ort und in der Region. „Der Chor hat sich auf ein beachtliches Niveau entwickelt, das du aber hart erarbeiten musstest“, blickte Oskar Rapp zurück. Aber es habe sich gelohnt. Werden die Konzerte im Graf-Zeppelin-Haus doch seit 2015 vom Kulturbüro Friedrichshafen im Abonnement-Programm angeboten. Dies sei ein großer Durchbruch bei der Entwicklung zum Konzertchor gewesen. „Du hast uns in jeder Chorprobe mit viel Aufwand, Kraft und Geduld, höchst konzentriert und motiviert auf die Konzerte vorbereitet.“

Aktuell probt der Philharmonische Chor für sein nächstes Konzert am 24. November um 17 Uhr im Graf-Zeppelin-Haus: Eine Operngala mit den schönsten Chören, Ouvertüren und Arien aus Opern von Bizet, Verdi, Puccini, Wagner, Mussorgski, Donizetti, Rossini und anderen. Begleitet wird der Chor dabei von der Südwestdeutschen Philharmonie Konstanz. Markus Brock, bekannt vom SWR Fernsehen und von 3sat, moderiert das Programm, das durch die verschiedenen europäischen Regionen von Deutschland über Frankreich und Russland nach Italien führt. Von schmissig-leichten Verdi-Chören über „Silentium!“ aus Wagners „Die Meistersinger von Nürnberg“ bis zur nicht alltäglichen „Krönungsszene“ aus Mussorgskys „Boris Godunov“ steht der Chor vor einer neuen Herausforderung. „Über viele Jahre haben wir große Werke aus dem Oratorienbereich gesungen. Jetzt freuen wir uns auf diese ganz andere Musik“, sagt Vorsitzender Oskar Rapp.

Unter Dach und Fach sind bereits die Verträge mit einem vielversprechenden Solistenterzett. Sowohl Sopranistin Aleksandra Jovanovic als auch Bariton André Baleiro wurden in diesem Jahr mit dem Emmerich Smola Förderpreis für junge Opernstars ausgezeichnet. Der Dritte im Bund ist Belcanto-Tenor Arthur Espiritu. Sie werden berühmte Arien wie „La donna e mobile“ aus „Rigoletto“, „Largo al factotum“ aus „Barbier von Sevilla“ oder „Les oiseaux dans la chamille“ aus „Hoffmanns Erzählungen“ auf die Bühne bringen.