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Häfler Volleyballer zermürben Düren

Friedrichshafen / Lesedauer: 3 min

VfB Friedrichshafen hat mit dem dritten Sieg in Serie den Anschluss an die Bundesliga-Spitze hergestellt. Mit seiner Dominanz am Netz setzte das Team dem Gegner zu.
Veröffentlicht:08.12.2023, 22:41

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Der VfB Friedrichshafen befindet sich weiter im Aufschwung. Nach den Erfolgen gegen Königs Wusterhausen (3:0) und Herrsching (3:1) haben die Häfler Volleyballer am Freitagabend in der heimischen Spacetech-Arena die SWD Powervolleys Düren klar mit 3:0 (25:20, 25:23, 25:17) geschlagen. Mit den drei Zählern hat der VfB in der Bundesliga den Anschluss zur Spitze hergestellt. „Das Wichtigste ist es, die Siegesserie fortzusetzen. Drei Punkte, 3:0, da gibt es wenig zu meckern“, freute sich VfB-Trainer Mark Lebedew. „Wir wollten beweisen, dass wir in guter Form sind. Wir haben sehr gut aufgeschlagen und wenige Fehler gemacht“, meinte MVP Michal Superlak am Dyn-Mikrofon. Das neue Challengesystem kam nicht zum Einsatz.

Für Lebedew gab es wenig Anlass zu Veränderungen. Zuletzt hat Friedrichshafen überzeugt - und so gingen es die Häfler auch gegen Düren mit dem gleichen Personal an. Das bedeutete: Aleksa Batak im Zuspiel, Tim Peter und Jackson Young als Annahme/Außen, Michal Superlak auf der Diagonalen, Nikola Pekovic als Libero und José Israel Masso Alvarez sowie Severi Savonsalmi im Mittelblock.

Düren führt am Satzanfang, aber der VfB gewinnt

Mit Düren traf der VfB vor 987 Zuschauern auf ein Bundesliga-Topteam der vergangenen Jahre, das im Sommer 2023 aber einen großen Umbruch vollzog. In den ersten Sequenzen der Partie sah es ganz hübsch aus, was die Nordrhein-Westfalen machten. Der 38-Jährige Michael Andrei vollendete im ersten Satz zur 5:3-Führung. Der Routinier feierte das emotional, aber auch er musste schon bald feststellen, dass das kein Fingerzeig für den ersten Satz war. Friedrichshafen ließ den Nordrhein-Westfalen in der Folge überhaupt keine Luft mehr zum Atmen. Die Häfler hatten sich nun blendend auf das Spiel der Gäste eingestellt und imponierten mit ihrer Dominanz am Netz. Düren zermürbte das offensichtlich, der VfB erarbeitete sich auch dank der präsenten Peter und Superlak einen Fünf-Punkte-Vorsprung (17:12). Dürens Trainer Matti Alatalo reagierte, für Léo Meyer durfte nun der zweite Zuspieler Christopher Gavlas ran. Besserung trat nicht ein. Superlak besorgte das 24:15 und neun Satzbälle. Düren betrieb durch eine Aufschlagserie von Robin Baghdady noch Ergebniskosmetik, ehe Peter nach einer Auszeit den fünften Satzball kompromisslos verwandelte (25:19).

Alatalo wechselte zurück. Gavlas raus und Meyer rein - und wie schon im ersten Satz gehörten die ersten Minuten den Dürenern. Diesmal reichte es sogar für eine 8:4-Führung. Was dann folgte, war eine Wiederholung des ersten Satzes. Der VfB legte eine Schippe drauf, Düren wirkte überfordert. Zwischendurch durfte Masso sein gesamtes Können auspacken, er blockte und brillierte mit wuchtigen Angriffsschlägen. Ihm gelangen drei Punkte in Serie (15:14, 16:14, 17:14), kurz darauf bewies er dann sogar fußballerische Fähigkeiten. Superlak steuerte wie schon in Durchgang eins das 24:19 bei. Auch eine Parallele: Friedrichshafen benötigte erneut lange zur Entscheidung. Dann aber schlug Dürens Petr Spulak einen Aufschlag ins Netz - 25:23 für den VfB. „Den zweiten Satz müssen wir eigentlich nach Hause holen, dann läuft es vielleicht ein bisschen anders. Aber wir schlagen zu oft einfach so in den Dreierblock, das darf nicht sein“, haderte Dürens Andrei bei Dyn. „Wir waren in manchen Situationen ein bisschen zu passiv, daraus müssen wir lernen.“

Allzu lange dauerte das Spiel in der Spacetech-Arena nicht mehr. Friedrichshafen war in dieser Form eine Nummer zu groß für Düren. Zu Beginn des dritten Satzes war es noch etwas zäh mit vielen Fehlern auf beiden Seiten. Nachdem der VfB beim Stand von 13:12 in Person vom serbischen Zuspieler Batak seinen Aufschlagdruck erhöhte, verliefen die restlichen Minuten einseitig. Folgerichtig gewannen die Häfler den dritten Satz klar, beim entscheidenden 25:17 traf Dürens Dimitrios Mouchlias die Antenne.