Gehsimulator

Freundeskreis Polozk finanziert Steh- und Gehsimulator

Friedrichshafen / Lesedauer: 2 min

Durch die Initiative des Vereins entsteht in der Häfler Partnerstadt ein neues Rehabilitationszentrum
Veröffentlicht:23.07.2020, 13:10

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Der Freundeskreis Polozk, der in diesem Jahr 25-jähriges Bestehen feiert, hat der Partnerstadt Polozk einen medizinischen Steh- und Gehsimulator „Imitron“ finanziert. Das Gerät wird künftig in einem Rehabilitationszentrum eingesetzt, das Dank der Initiative des Freundeskreises entstanden ist, schreibt der Verein. Die Idee wurde von der Stadtverwaltung unterstützt und von den Ärzten umgesetzt.

Im Zentrum für medizinische Rehabilitation der Rollstuhlfahrer in Polozk wurde das neue Gerät nun vorgestellt. Der Laufsimulator ist für die Rehabilitation bei Lähmungen der unteren Extremitäten und anderen motorischen Störungen nach Verletzungen und Erkrankungen des Rückenmarks und des Gehirns vorgesehen.

Es ist laut Freundeskreis ein universelles Gerät für die passive Arbeit der unteren Extremitäten. Ohne Hilfe von außen, ohne elektrische und andere mechanische Geräte könne ein Patient vollständig vertikalisiert werden. Dadurch entstehe ein konstanter Tonus des Bewegungsapparates, des Kreislaufs- und des Nervensystems. „Dank der Schultern – vor allem der Hände und der Muskeln der Schultern – bewegen sich aktiv die unteren Extremitäten“, erklärt Oleg Borisov , stellvertretender Chefarzt des Zentralen Krankenhauses Polozk. Auch bei der Covid-19-Rehabilitation vermute man positive Ergebnisse, heißt es weiter.

Der Hauptvorteil des Simulators besteht laut Pressemitteilung darin, dass er den Prozess des Gehens vollständig reproduziert, auch wenn der Patient sich überhaupt nicht selbstständig bewegen kann.

Der „Imitron“ entwickelt eine motorische Angewohnheit, die Beine richtig zu halten, sagen Experten. Der Simulator wurde von Patienten des Rehabilitationszentrums getestet, die bereits die Anregung der Durchblutung im ganzen Körper gespürt haben, heißt es weiter.

Nikolai Bezyazychny ist Vorsitzender des Vereines der Rollstuhlfahrer. Er hat hat beim Gespräch mit dem Vorsitzenden des regionalen Exekutivkomitees von Polozk, Igor Ivanovich Markovich, und Chefarzt Alexander Nikolayevich Stoma um einen Raum für den „Imitron“ gebeten. Das war der Anstoß für das Rehabilitationszentrum für Rollstuhlfahrer, sagt Oleg Borisov. So wurde beschlossen sich nicht nur auf das neue Gerät zu beschränken, sondern ein ganzes Rehabilitationszentrum zu schaffen – nicht nur Hardware, sondern auch für Physiotherapie, Massage, Akupunktur, eine Art von medikamentöser Behandlung, damit sie in einem Komplex behandelt und rehabilitiert werden können.