Sonntagsgottesdienst

Ehrungen für 70 Jahre Treue zum Verein

Friedrichshafen / Lesedauer: 3 min

Kolpingfamilie St. Columban feiert Kolpinggedenktag und Jubilare
Veröffentlicht:09.12.2019, 14:37

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Weniger der zweite Advent hat beim Sonntagsgottesdienst in St. Columban im Mittelpunkt gestanden als das Gedenken an „Gesellenvater“ Adolph Kolping.

Adolph Kolping, am 8. Dezember 1813 geboren und am 4. Dezember 1865 gestorben, war als Geselle mit dem Problem der Gesellen vertraut und gründete daher 1846 den ersten katholischen Gesellenverein, heute das Kolpingwerk.

Auch wenn hierzulande der Nachwuchs eher spärlich komme, dürfe man sich nicht täuschen lassen, weltweit sei das Kolpingwerk stetig am Wachsen, sagte Präses Wolfgang Knüfer in seiner Predigt. Über 400 000 Mitglieder in 8370 Kolpingfamilien in 60 Ländern nennt der Internationale Sozialverband „Kolping International“ auf seiner Homepage.

Adolph Kolping, dessen Heiligsprechung derzeit im Gange ist, lebte aus der Kraft des Evangeliums. „Erinnere dich, ergreife deine Gnade“, zitierte Knüfer aus einem Gedicht Kolpings. Jeder müsse nach der tragenden Mitte in sich fragen, müsse leben aus dem Glauben: „Feuer kann aus der Glut auflodern.“

Im Anschluss an den Festgottesdienst fand in der Arche von St. Columban eine würdig gestaltete Feierstunde mit vielen Ehrungen statt. Die Kolpingfamilie wurde mit Kaffee und Stollen bewirtet, Marita Hasenmüller umrahmte die Feier am Flügel. Passend zur Zeit hatte sie „Knecht Ruprecht“ und ein weiteres Stück aus Robert Schumanns Album für die Jugend ausgewählt. Eine ihrer ersten Tätigkeiten als hauptamtliche Kantorin sei 1999 die Begleitung der Kolpingfeier gewesen, damit sei sie diesmal bereits seit 20 Jahren dabei, wofür sie herzlichen Applaus erntete. Walter Geiß, der Vorsitzende der Kolpingfamilie St. Columban Friedrichshafen, musste in seiner Begrüßung viele fehlende Mitglieder entschuldigen. Manche würden in dieser Jahreszeit Urlaub machen, weit mehr aber konnten aus Krankheits- und Altersgründen auch nicht an ihrer Ehrung teilnehmen.

So wurden Bernhard Dikel, Franz Müller und Albert Vogelmann für 70 Jahre Treue zur Kolpingfamilie geehrt, erstere durften ihre Urkunde entgegennehmen, während Vogelmann, der in wenigen Tagen seinen 98. Geburtstag feiert, verzichten musste. Begleitet von persönlichen Worten überreichte Geiß den Anwesenden auch die Urkunden für 65, 60 und 50 Jahre Treue, wobei er selbst zu den 50-Jährigen zählte. 65 Jahre sind Heribert Caspar, Gerhard Jarczyk, Karl Reize und Alfred Spägele dabei, 60 Jahre Heribert Gut, Reinhold Schiele und Rudolf Tegetmaier, 50 Jahre Walter Geiß, Hansjürgen Hieber, Gertrud Schellinger und Reinhold Schmid.

Walter Geiß berichtete auch von der Verteilung der Spenden aus dem Bodensee Weihnachtsmarkt 2018 in Höhe von 3396,45 Euro. Ein Scheck über 600 Euro, die höchste Summe, ging an den Missionsausschuss St. Columban für die Indienhilfe.

Nach einem gemeinsamen Gebet für die Heiligsprechung Kolpings und dem Kolpinglied „’S war einst ein braver Junggesell“ klang die Feierstunde mit geselligem Zusammensein bei Gulaschsuppe aus.