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Düren soll nicht zum VfB-Stolperstein werden

Friedrichshafen / Lesedauer: 3 min

Giesen, Lüneburg und Friedrichshafen liefern sich ein enges Rennen um die Plätze zwei, drei und vier. So wollen die Häfler Volleyballer in Nordrhein-Westfalen nachlegen.
Veröffentlicht:12.02.2024, 19:09

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Eine starke Leistung am Sonntag krönte der VfB Friedrichshafen mit drei Punkten. 3:0 (29:27, 25:19, 26:24) fertigten die Häfler Volleyballer die WWK Volleys Herrsching in der Spacetech-Arena ab. Aber die Bundesligatabelle verdeutlicht: Der VfB darf nicht nachlassen. Momentan rangiert Friedrichshafen auf Platz vier. Diesen möchten die Helios Grizzlys Giesen (44 Punkte), die SVG Lüneburg (43) und Friedrichshafen (42) unbedingt vermeiden, um nicht in einem möglichen Play-off-Halbfinale auf Tabellenführer Berlin Recycling Volleys zu treffen. Deshalb ist der VfB gut beraten, weiter fleißig zu punkten - am besten immer dreifach. Auch die SWD Powervolleys Düren sollen also kein Stolperstein werden, dort sind die Häfler Profis am Dienstagabend um 20 Uhr (live bei Dyn) zu Gast.

Direkt wieder abzuliefern, wird für den VfB eine echte Herausforderung. Die Zeit zwischen den Spielen ist sehr kurz, schon am Montagmorgen, laut VfB-Mitteilung „keine zwölf Stunden nach dem 3:0-Sieg gegen Herrsching, ging es schon in Richtung Düren.

Nur eine Niederlage seit Mitte November

Für Friedrichshafen spricht vor allem das Selbstvertrauen. Der deutsche Vizemeister hat seit Mitte November nur ein Spiel verloren und zuletzt auch mit Lüneburg (3:2), Giesen (3:1) und Herrsching (3:0) drei starke Mannschaften der Volleyball-Bundesliga besiegt. Ein großer Faktor war dabei jeweils der hohe Aufschlagdruck - am Sonntag gelangen starke elf Asse. „Der VfB hat auf jeden Fall besser aufgeschlagen, da sind wir immer hinterhergerannt“, anerkannte Herrschings Zuspieler Eric Burggräf bei Dyn.

Die Vorbereitung auf die Partie wird am Montagabend intensiviert. Der VfB trainiert am Montagabend und am Dienstagmorgen, um die Arena Kreis Düren kennenzulernen. „Diejenigen, die am Sonntag nicht gespielt haben, werden mehr Bälle schlagen. Das Training zeigt uns auch, wie wir nach der Reise so drauf sind“, sagte VfB-Trainer Mark Lebedew.

Bei den Nordrhein-Westfalen hat sich einiges verändert. Kurz nach dem 3:0-Hinspielsieg für Friedrichshafen musste Cheftrainer Matti Alatolo dem Trainerduo Björn-Arne Alber und Tomas Kocian-Falkenbach weichen. Beide haben den Tabellenfünften in die Spur gebracht, nach dem Jahreswechsel gab es nur eine Niederlage. Am Samstag gaben die Powervolleys aber einen Punkt bei den SSC Baden Volleys Karlsruhe (3:2) ab. „Ich glaube nicht, dass sie so souverän spielen. Zu Hause sind sie aber sehr stark, mit mir als Trainer hatten wir dort schon öfters lange Spiele“, stellt sich Lebedew auf einen harten Kampf ein und wünscht sich von seinem Team wieder etwas mehr Konsequenz im Block.

Nach ZF-Arena-Entscheidung: Präsident Benz nährt Hoffnung auf neue Halle

Jochen Benz, Präsident des VfB Friedrichshafen e.V., richtete sich am Sonntag nach dem ersten Satz (29:27) gegen die WWK Volleys Herrsching an die Zuschauer in der Spacetech-Arena. Anlass dafür war die Entscheidung des Gemeinderates zur ZF-Arena. Die langjährige Spielstätte der Häfler Profivolleyballer, die im September wegen einer möglichen Einsturzgefahr geschlossen wurde, soll abgerissen werden und neu mit Fokus auf den Schul- und Vereinssport gebaut werden. Ängste, dass das das Aus für den Profisport in Friedrichshafen bedeute, wollte Benz ausräumen. „Wir gehen jetzt ins Handeln“, sagte der Präsident. Gemeinsam mit der VfB Volleyball GmbH arbeitet der Gesamtverein an einer Multifunktionsarena auf dem eigenen Gelände, die für den Kinder-, Senioren- und Spitzensport geeignet ist. Die Pläne seien weit fortgeschritten, machte Benz Hoffnung auf weitere konkrete Schritte. Der VfB braucht eine neue Halle, um den internationalen Anforderungen gerecht zu werden.