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Adventskalender

Die gute Nachricht: ZF präsentiert den „Heat Belt“

Friedrichshafen / Lesedauer: 2 min

24 gute Nachrichten aus der Bodenseeregion finden Sie in unserem Adventskalender. Hinter Fenster Nummer 3 verbirgt sich eine neues Produkt von ZF. Es soll mehr Komfort bringen und Energie sparen.
Veröffentlicht:03.12.2023, 10:00

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Ein wirklich heißes Teil präsentiert ZF zu Beginn des Jahres: den „Heat Belt“. Der beheizbare Sicherheitsgurt soll nicht nur mollige Wärme, sondern auch mehr Reichweite bringen.

Kaum dicker und nur wenige Gramm schwerer als herkömmliche Gurte, die integrierten Heizleiter aus Metall kaum zu erkennen: Der „Heat Belt“ - übrigens eine Wortmischung aus „seatbelt“ (Sicherheitsgurt) und „heat“ (Hitze) - kommt unscheinbar daher. Gemeinsam mit Sitz- und Lenkradheizung aber sorgt er schon kurz nach dem Einsteigen für angenehme Wärme.

Weil so vor allem zu Beginn der Fahrt nicht mehr der ganze Wageninnenraum geheizt werden muss, spart der „Sicher-Heiz-Gurt“ Energie. Bei Elektrofahrzeugen geht ZF von einem Reichweitengewinn von bis zu 15 Prozent aus.

Der Gurt liegt enger am Körper

Wichtig für Autohersteller: Sie müssen für das neue Produkt keine speziellen Gurtaufroller einbauen oder neue Positionen dafür im Fahrzeug finden. Zudem benötigt der „Heat Belt“ laut Konzern keine spezielle Qualifikation bei der Montage.

Nebeneffekt für die Insassen des Autos: Sie werden künftig auch im Winter eher ohne dicke Mäntel im Auto sitzen. Der Gurt liegt dann enger am Körper an, was sich im Falle eines Unfalls positiv auswirken kann.

Übrigens: Wenn der „Heat Belt“ voraussichtlich 2025 serienmäßig produziert wird, dann arbeiten seine Erfinder vielleicht gar nicht mehr für ZF. Denn die Division „Passive Sicherheit“ wird derzeit organisatorisch aus dem Konzern ausgegliedert und eigenständig aufgestellt.

Dies soll einen Börsengang, den Einstieg von Investoren oder den kompletten Verkauf der Sparte ermöglichen, die nach eigenen Angaben mit einem Marktanteil von 25 Prozent in dem Bereich die Nummer zwei der Welt ist. Es ist kein Geheimnis, dass ZF nach den milliardenschweren Übernahmen der Konzerne TRW (2015) und Wabco (2020) Geld braucht - für die Entwicklung neuer Produkte und den Schuldendienst.