Friedrichshafen

Der VdK Oberteuringen wird 70

Friedrichshafen / Lesedauer: 3 min

Am Samstag soll das Jubiläum bei der Mitgliederversammlung in der Post gefeiert werden.
Veröffentlicht:31.10.2018, 13:38
Aktualisiert:22.10.2019, 15:00

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Am 31. Oktober 1948 ist der Sozialverband VdK-Ortsverband Oberteuringen in der damals noch alten „Post“ gegründet worden. Fast auf den Tag genau, 70 Jahre danach, wollen die Mitglieder das Jubiläum im Rahmen einer Mitgliederversammlung im Gasthaus „Die Post“ am Samstag, 3. November, gemeinsam feiern. Insgesamt sechs Mitglieder werden bei dieser Feier für ihre langjährige Mitgliedschaft geehrt.

Der Sozialverband VdK Deutschland ( VdK steht für: „Verband der Kriegsbeschädigten, Kriegshinterbliebenen und Sozialrentner Deutschlands“) ist mit fast 1,9 Millionen Mitgliedern der größte SozialverbandundefinedDeutschlands.Er vertritt die sozialpolitischen Interessen aller Bürger. Politisch setzt sich der Sozialverband VdK für einen starken Sozialstaat ein, eine tragfähige gesetzliche Sozialversicherung, soziale Gerechtigkeit und Solidarität. Dabei reichen die Themen des Sozialverbands VdK von Rente, Gesundheit und Pflege bis hin zu Teilhabe und Behinderung, Leben im Alter und soziale Sicherung.

Ins Leben gerufen wurde er nach Kriegsende wobei die Abkürzung VdK für „Verband der Kriegsbeschädigten“ stand. In erster Linie unterstützten Ehrenamtliche aus dem Krieg zurückgekehrte verwundete Soldaten und Kriegswitwen bei der Erledigung von Aufgaben im alltäglichen Leben. Die Bezeichnung „Verband der Kriegsbeschädigten“ wird nicht mehr verwendet-die einprägsamen Buchstaben „VdK“ sind aber für Deutschlands größten Sozialverband geblieben.

Ohne Ehrenamt geht nichts

Kontinuierlich steigenden Mitgliederzahlen seit dem Jahr 2000, davon allein 127 im Jahr 2016 lassen die Mitgliederzahl im VdK-Kreisverband Tettnang/Bodensee auf über 2500 anwachsen. Was allerdings an diesen Erfolgszahlen als Wermutstropfen hängen bleibt ist die Tatsache, dass in den zwölf Ortsverbänden zum Teil die Bereitschaft vermisst wird, eine ehrenamtliche Führungsposition zu übernehmen, so der Tenor bei der letztjährigen Kreisverbandssitzung.

Kein historisches Bildmaterial

Von der Gründung des VdK-Ortsverbandes Oberteuringen am 31. Oktober 1948 gebe es in Oberteuringen und selbst beim Kreisverband leider keine Unterlagen und Bilder zu früheren VdK-Aktionen, bedauert der Vorsitzende des Ortsverbandes Werner Schulmayer. Nur so viel: Die Gründungsmitglieder waren unter anderem Martin Keller, Karl Ruess, Elisabeth Philipp. Josef Schorp, Karl Hirt, Otto Hoher, Georg Knörle, Hermann Momberg und Klara Maier.

Beim Ortsverband geht es seit dem 16. November 2013 bergauf. Davor stand der Teuringer Verband kurz vor der Auflösung. Durch das ehrenamtliche Engagement von denen 2013 zum Vorsitzenden gewählten Werner Schulmayer und seiner Frau Sabine zur Stellvertreterin und Frauenbeauftragte ging es von anfangs 50 in den kommenden Jahren kontinuierlich voran bis aktuell 126 Mitglieder. Der Altersdurchschnitt liegt bei 62 Jahren.

Das Ehepaar hat dafür gesorgt, dass beim Ortsverband ein bewegtes und buntes Vereinsleben besteht. Montagskaffee mit verschiedenen Referenten, Stammtische, Maiwanderungen, Ausflüge, Grillfeste, Weihnachtsfeiern sind nur ein Teil dessen, was der Verband seinen Mitgliedern zu bieten hat. Darüber hinaus beteiligt sich der VdK am öffentlichen Leben der Gemeinde. So ist er im Sozialrat der Gemeinde vertreten, stellt sich vor beim Tag der offenen Tür im „Haus der Teuringer und bei der Leistungsschau, beteiligt sich an Inklusionsgesprächen mit der Inklusionsbeauftragten der Gemeinde Annika Taube und wird auch wieder am Adventsmarkt am 30. November vor dem Kulturhaus Mühle einen Stand haben. Kurzum: Der VdK Oberteuringen wird in der Gemeinde voll akzeptiert, anerkannt und ist bei sozialen Themen gefragt.