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Der Januar ist Friedrichshafens Monat der Reisen

Friedrichshafen / Lesedauer: 3 min

Friedrichshafens Volleyballer legen im Januar rund 6300 Kilometer zurück
Veröffentlicht:13.01.2023, 19:17

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Die Profivolleyballer des VfB Friedrichshafen sind jede Saison viel unterwegs. Das hängt mit der Champions-League-Teilnahme zusammen. Aber liegt auch an den sehr weiten Entfernungen in der 1. Bundesliga, hier sind starke Standorte wie Berlin und Lüneburg jeweils mehr als 750 Kilometer weit weg. Doch der Januar 2023 ist trotzdem außergewöhnlich. Durch drei englische Wochen am Stück und Auswärtsspiele in Montpellier , Bestensee, Düren und Bad Königsdorff-Jastrzemb legen die Häfler im ersten Monat des Jahres rund 6300 Kilometer zurück. Ihr nächstes Ziel ist die Landkost-Arena Bestensee: Am Samstag um 19 Uhr beginnt die Bundesligapartie zwischen den Netzhoppers Königs Wusterhausen und dem VfB (live bei Twitch).

Hinzu kommen die Heimspiele. Nach den WWK Volleys Herrsching (1:3) kommen im Januar noch die Heliosn Grizzlys Giesen (Mittwoch, 18. Januar, 20 Uhr) und der VC Olympia Berlin (Samstag, 28. Januar, 19.45 Uhr) in die Bodensee-Airport-Arena nach Friedrichshafen. Eine hohe Belastung für die Häfler, die darauf auch Rücksicht nehmen. „Bei der Anzahl der Spiele und den vielen Reisen müssen wir sicher die ganze Breite unseres Kaders nutzen“, betont VfB-Co-Trainer Liam Sketcher auf der Vereinshomepage. Immer im Einklang mit den hohen Ambitionen. „An erster Stelle steht in jeder Partie, die besten Ergebnisse zu erzielen“, so Sketcher. Der Co-Trainer trägt am Samstag übrigens auch die Hauptverantwortung für die Mannschaft. Chefcoach Mark Lebedew blieb krank zu Hause. Laut VfB-Mitteilung sollte es aber kein Problem sein, dass der eine Australier vom anderen übernimmt. Bei seinen Engagements in der Schweiz (Volley Schönenwerd, Lindaren Volley Luzern) war Sketcher schon der Chef, zudem ist der 39-Jährige beim VfB sehr stark in die Spielvorbereitung involviert. „Wir müssen aufmerksam sein und gut arbeiten“, sagt Sketcher vor dem Spiel in Bestensee.

Professionalität, Wohlfühlfaktor, Rotation

Was bei solch einem knackigen Programm hilft, ist Professionalität. Diese stellt Matthias Liebhardt , Pressesprecher und Teammanager, immer wieder bei der Mannschaft fest. Er nannte dafür auch ein Beispiel. Unter Woche gewann der VfB mit 3:2 in Montpellier und sicherte sich den Einzug in die K.o.-Runde der Champions League. Doch die Spieler feierten diesen großen Erfolg nicht und legten lieber den Fokus auf die Regeneration, um bestmöglich auf das Auswärtsspiel beim Drittletzten Netzhoppers Königs Wusterhausen vorbereitet zu sein. Nach der Niederlage gegen Herrsching soll eine weitere Pleite unbedingt vermieden werden: Die Häfler wollen unbedingt als Zweiter in die Bundesliga-Zwischenrunde gehen.

Bei der Organisation legen Liebhardt und Radomir Vemic, die beide Teammanager-Aufgaben beim VfB inne haben, großen Wert auf den Wohlfühlfaktor. Während Ligakonkurrent Düren beispielsweise auf „Kettenreisen“ setzt, also auch mal von einem Auswärtsspiel zum nächsten reist, machen die Häfler lieber Halt in der Heimat. „Dafür haben wir uns bewusst entschieden, um den Spielern eine Nacht in ihrem eigenen Bett zu geben. Das ist aus unserer Sicht erholsamer“, so Liebhardt. Bedeutsam sei natürlich vor allem auch die Belastungssteuerung, weshalb in Bestensee im Vergleich zum Königsklassenspiel am Dienstagabend in Montpellier sicherlich ein paar Änderungen vorgenommen werden.