Schwarzärgern

Bitte nicht schwarzärgern

Friedrichshafen / Lesedauer: 2 min

Nicht jedes Schnäppchen sorgt hinterher auch für Freude. Dieser Einkauf machte dem Namen Black Week alle Ehre.
Veröffentlicht:02.12.2022, 07:00

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Ich darf Sie beruhigen. Ein versauter Text wird das nicht. Obwohl ich mir echt die Hände schmutzig gemacht habe. Darum schreibe ich das hier auch, denn wer mir in den nächsten Tagen auf die Finger schaut, wird stutzen. Ich sage nur: Black Week! Obwohl das gar nicht der Grund ist. Oder vielleicht doch ein bisschen.

Die Schwäbin schlug zu

Bestellt hatte ich eigentlich die Original-Tintenpatrone, da bin ich treu. Doch dann kam der Anruf der Lieferfirma. Mit schönstem Münchner Akzent verhieß mir die Stimme eine viel bessere Qualität, mit mehr Inhalt zu einem niedrigeren Preis und fünf Jahren Garantie noch dazu, wenn ich deren Eigenprodukt kaufe. Was soll ich sagen? Die Schwäbin in mir dachte: Jetzt trau dich mal, und sparen kannst du obendrein!

Aus Malheur wird Kunst

Als ich das Teil aus der Verpackung nahm und am dafür vorgesehenen perforierten gelben Folienzipfel zog, spritzte mir ein Schwall schwarzer Farbe entgegen und ergoss sich über alles, was in Reichweite war. In erster Linie meine Hände, die das Teil hielten, sowie leider mein Pullover. Alle im Internet verfügbaren Tipps machten die Sache nur schlimmer. Haarspray und Backpulver und Essigessenz halfen nicht. Das Einweichen brachte einen interessanten Batikeffekt.

Aus den Fingern saugen muss ich mir das Malheur nicht, es wird sich schon auswachsen oder auswaschen in den nächsten Tagen. Aber für den Pulli sehe ich schwarz. Vielleicht ziehe ich ihn trotzdem an und sage: das ist Kunst, der muss nicht weg!