Bankräuber

Bankräuber erbeutet 30 000 Euro

Kluftern / Lesedauer: 2 min

Bankräuber erbeutet 30 000 Euro
Veröffentlicht:30.07.2009, 08:06
Aktualisiert:26.10.2019, 10:00

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9.30 Uhr, Sparkasse in Kluftern: Wortlos betritt ein Mann die Filiale, stellt ein Päckchen auf die Kassenablage und fordert die beiden anwesenden Mitarbeiterinnen mit einem handgeschriebenen Zettel auf, ihm Geld zu geben.

Die beiden nehmen die Drohung ernst. Der Unbekannte packt 30 000 Euro und rennt davon. Sechs Minuten nach dem ersten Alarm ist die Polizei vor Ort. Sofort wird eine Großfahndung eingeleitet, an der mehrere Dutzend Beamte in Uniform und Zivil beteiligt sind. Trotzdem fehlt von dem Täter bis zum Abend jede Spur. Ob er weiter zu Fuß geflüchtet ist, ein Auto, Zweirad oder vielleicht die Bahn genommen hat, ist unklar.

Zurück bleibt die angebliche Bombe. Eine Täuschung, von der keinerlei Gefahr ausging. Das ermitteln Sprengstoffspezialisten des Landeskriminalamts, die eigens aus Stuttgart an den See eilen. „Ein elektrischer Schaltkasten, Kabel, Klebeband“, so beschreibt Polizeipressesprecher Wolfgang Hoffmann die Bombenattrappe.

Und so wird der flüchtige Bankräuber, von dem es Bilder einer Überwachungskamera gibt, beschrieben:

30 bis 40 Jahre alt, etwa 1,80 Meter groß, Bauchansatz. Er trug eine dunkle Schildmütze mit dem Emblem des Technischen Hilfswerks (THW), ein dunkelgraues Hemd und Bluejeans. Zeugen werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Friedrichshafen, Telefonnummer 0 75 41 / 7010, zu melden.

Die überfallenen Frauen werden im Auftrag der Sparkasse psychologisch betreut. Kunden waren nicht im Raum, als der Räuber kam. Die Filiale bleibt den ganzen Mittwoch dicht. Heute wird sie wieder offen sein. Wolfgang Aich, Pressesprecher der Sparkasse Bodensee, betont, dass alle Mitarbeiter angehalten seien, in solchen Situation die Sicherheit der Kunden und der Mitarbeiter zu schützen. „Wir sind jetzt erst einmal alle froh, dass nichts Schlimmeres passiert ist.“