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Sprachlich begabt

Autoren der Zukunft? Häfler Schüler räumen renommierten Preis ab

Friedrichshafen / Lesedauer: 2 min

Charlotte Breuer, Muriel Schäfer und Matteo Schraff gewinnen beim Landeswettbewerb Deutsche Sprache und Literatur. Ihre Texte setzen sich mit brandaktuellen Themen auseinander.
Veröffentlicht:27.07.2023, 16:00

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Sprachlich begabt: Drei Schülerinnen und Schüler aus Friedrichshafen sind beim Landeswettbewerb Deutsche Sprache und Literatur erfolgreich gewesen. Charlotte Breuer, Muriel Schäfer und Matteo Schraff überzeugten die Jury mit ihren Texten und gehören zu den rund 20 Preisträgern in diesem Jahr.

Laut baden–württembergischen Kultusministerium will der Landeswettbewerb Schüler anregen, sich mit ihrer Sprache — über den Deutschunterricht hinaus — intensiver zu beschäftigen. Der Wettbewerb ist recht offen gehalten: Es stehen verschiedene Stilformen zur Auswahl, es gibt Literatur– oder Sprachaufgaben sowie journalistische Aufgabenstellungen.

„Uns hat unser Lehrer darauf aufmerksam gemacht“, sagt Muriel Schäfer. Sie und Charlotte Breuer, beide sind Schülerinnen am Graf–Zeppelin–Gymnasium (GZG), haben gemeinsam einen Text verfasst.

Darüber haben die Schüler geschrieben

Sie konnten aus unterschiedlichen Themen wählen und entschieden sich für „Wie eine Nachricht zum Skandal wird“. Charlotte Breuer und Muriel Schäfer haben in ihrem Text zwei Fälle untersucht: den Antisemitismusskandal bei der Ausstellungsreihe Documenta 15 und den Korruptionsskandal im EU–Parlament um die ehemalige Vizepräsidentin Eva Kaili.

Dabei analysierten sie unter anderem, welche Rolle die Medien bei der Übermittlung von Nachrichten und deren Entwicklung zu einem Skandal spielen.

Matteo Schraff, Schüler am Karl–Maybach–Gymnasium (KMG), wählte hingegen das Thema „Heimatverlust 2022“. Der 17–Jährige schrieb eine Reportage über die Situation von Geflüchteten am Bodensee. Hierfür sprach er mit jungen Menschen, die im vergangenen Jahr aus der Ukraine geflüchtet sind, ließ aber auch die Perspektive anderer Geflüchteter mit einfließen.

Das sprachliche Handwerk lernte Matteo Schraff unter anderem bei der „Schwäbischen Zeitung“ in Friedrichshafen, für die er seit einem Praktikum auch als freier Mitarbeiter tätig ist.

Preisträger lernen bei Seminar dazu

Die Preisträger des Landeswettbewerbs Deutsche Sprache und Literatur wurden jüngst im Tagungshaus Kloster Heiligkreuztal im Landkreis Biberach geehrt. Dort nahmen sie an einem mehrtägigen Seminar teil und lernten von Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Medien, Kunst und Kultur.

Es gab zum Beispiel einen Gedicht–Workshop, wie Charlotte Breuer berichtet. „Es wurde aber auch gesungen und gemalt.“ Kara Ballarin, Landeskorrespondentin der „Schwäbischen Zeitung“, brachte den Schülern zudem die journalistischen Darstellungsformen näher.

„Es war auch interessant, die anderen Preisträger kennenzulernen und sich mit ihnen auszutauschen“, sagt Muriel Schäfer. Sie alle hätten viel dazugelernt, sind sich die drei einig.