Aufarbeitung

Aufarbeitung, bitte

Friedrichshafen / Lesedauer: 1 min

Aufarbeitung, bitte
Veröffentlicht:27.08.2014, 17:29
Aktualisiert:24.10.2019, 11:00

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Intrigen, Schuldzuweisungen, ein skurriler Gerichtsprozess – es braucht wenig Fantasie um zu verstehen, dass bei Edeka am Romanshorner Platz, dem prominentesten Supermarkt der Stadt, der Haussegen schief hängt. Von welcher Seite der unschöne Schlagabtausch ausgeht, ließ sich bei den Recherchen zur Sache nicht hundertprozentig klären.

Das ist auch Nebensache: Gerade Edeka, der sich gekonnt als Supermarktkette mit Premium-Lebensmitteln und gewitzten Mitarbeitern inszeniert, solle besonders aufmerksam sein, wenn es hinter den Kulissen knirscht. Verbraucher haben gelernt, nicht nur kritischer auf Lebensmittel zu blicken, die sie kaufen, sondern auch auf denjenigen, der sie anbietet.

Und sie lassen sich nicht mehr bedingungslos von in Szene gesetzem Gemüse und lustigen Werbespots ablenken. Es braucht Öffentlichkeit und Transparenz am hiesigen Standort, um glaubwürdig zu bleiben. Geschäftsführung und Arbeitnehmer des Häfler Markts müssen jetzt nachvollziehbar darlegen was schief lief und wie das in Zukunft anders wird. Das braucht Mut zur Selbstkritik – vielleicht auf beiden Seiten.