StartseiteRegionalBodenseeBrochenzellFeinste Blasmusik reicht vom Elvis-Medley bis zum Tannhäuser-Festival

Brochenzell

Feinste Blasmusik reicht vom Elvis-Medley bis zum Tannhäuser-Festival

Brochenzell / Lesedauer: 3 min

Beim Herbstkonzert des Musikvereins Brochenzell dürfen 14 Ehrungen nicht fehlen. Welches Stück dem Jugendblasorchester besonderen Spaß gemacht hat.
Veröffentlicht:27.11.2023, 13:55

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Bis zum letzten Platz gefüllt ist die Humpishalle beim diesjährigen Jahreskonzert der Musikkapelle Brochenzell gewesen. Gemeinsam mit dem Jugendblasorchester Brochenzell, Ettenkirch, Kehlen, Meckenbeuren und Musikschule wurde den Zuhörern ein abwechslungsreiches Repertoire aus Klassik, Pop, Musical und Blasmusik geboten. Zudem wurden langjährige Vereinsmitglieder geehrt.

Nach Begrüßungsworten von Natalie Scholz, die den Posten der zweiten Vorsitzenden innehat, lud das von von Matthias Walser geleitete Jugendblasorchester mit „New York Overture“ musikalisch zum Stadtspaziergang ein. Es folgten „Fantasy“ von Earth, Wind and Fire und „Forever Young“ von Alphaville - wunderschön, mit den Solisten Marco Stocker auf dem Tenorhorn und Lilian Schraff mit dem Tenorsaxophon. Die Moderation in diesem Part hatten Noah Frei und Johannes Ehrmann inne.

Matthias Walser dirigiert JBO

Nach einem Riesenapplaus des Publikums, unter dem auch der „Hausherr“ der Humpishalle, Meckenbeurens Bürgermeister Georg Schellinger war, kündigten die jungen Moderatoren ein Musikstück mit Überraschungseffekten an „welches ihnen beim Einstudieren besonders großen Spaß gemacht habe“, wie sie sagten. Mit Trommeln, Gesang, Glockenschlägen und einem sich rasant steigernden Tempo, begeisterte „Am Ende der Welt“ aus „Pirates of the Caribbean“.

Als Dank für die jungen Talente gab es von Natalie Scholz Präsente für Matthias Walser und die beiden Moderatoren. Toll als Zugabe „Despacito“.

Erinnerungen an ein besonderes Olympia 1988

Olympisches Flair versprach Moderatorin Julika Schattmann beim ersten Titel der von Heinrich Haas geleiteten Musikkapelle Brochenzell. „The Olympic Spirit“ sei 1988 von John Williams für die Berichterstattung des NBC aus Seoul in Südkorea komponiert worden, zugleich die letzten Spiele, bei denen die DDR und die Sowjetunion teilgenommen hätten. Auch Whitney Houstons „One Moment in Time“ sei damals bekannt geworden.

Die Geehrten vorne von links: Stefanie Münzner, Katharina Söll (beide zehn Jahre). Zweite Reihe von links: Martina Jäger (10), Bianca Paul (20), Tamara Müller (10), Monika Haas (40), rechts: zweite Vorsitzende Natalie Scholz. Hinten von links: Anja Huchler (20), Niklas Bucher (10), Philipp Rist (10), Anna Haas (20), Robert Pfister, Anita Strobel (30), verdeckt: Dirigent Heinrich Haas, Stefan Holzwarth (30). Nicht dabei sein konnte Nicole Pfister (10), und Robert Assfalg (30) ist nicht auf dem Bild.
Die Geehrten vorne von links: Stefanie Münzner, Katharina Söll (beide zehn Jahre). Zweite Reihe von links: Martina Jäger (10), Bianca Paul (20), Tamara Müller (10), Monika Haas (40), rechts: zweite Vorsitzende Natalie Scholz. Hinten von links: Anja Huchler (20), Niklas Bucher (10), Philipp Rist (10), Anna Haas (20), Robert Pfister, Anita Strobel (30), verdeckt: Dirigent Heinrich Haas, Stefan Holzwarth (30). Nicht dabei sein konnte Nicole Pfister (10), und Robert Assfalg (30) ist nicht auf dem Bild. (Foto: Annette Rösler)

Vor den Ehrungen folgte das „Tannhäuser Festival“. Eine anspruchsvolle und spannende Interpretation für modernes Blasorchester der großartigen Wagner-Oper von Komponist Alfred Bösendorfer. Tannhäuser musste sich entscheiden zwischen einer wolllüstigen heidnischen Göttin, einer unschuldigen Prinzessin und seiner Ehre vor Gott.

Pfister und Rothacher nehmen Ehrungen vor

Robert Pfister als MVB-Vorsitzender und Alexander Rothacher als Vorstand des Bezirks 6 im Blasmusikverband Bodensee gratulierten 14 aktiven Vereinsmitgliedern zu deren Jubiläen und dankten für zusätzliches Engagement in vielen Bereichen, gespickt mit kleinen persönlichen Anekdoten. Die Geehrten erhielten Ehrennadeln, Urkunden und Geschenke.

Rothacher betonte, dass es trotz beunruhigenden politischen Entwicklungen wichtig sei, sich darauf zu besinnen, was zählt. Er lobte den Zusammenhalt in den Musikvereinen, die zum gesellschaftlichen Leben einen großen Beitrag leisten würden. Den Jungmusikern sprach er ein Lob für ihren tollen Sound aus. Über Nachwuchs muss sich Brochenzells Kapelle keine Sorgen machen, sieben Jungmusiker waren neu dazugekommen.

Silke Mill sorgt fürs Saxophonsolo

Vor der Pause ging es musikalisch um die schöne und eingebildete Frau eines antiken Herrschers namens Cassiopeia, die behauptete, schöner als Poseidons Nymphen zu sein. Daraufhin sandte dieser einen Sturm und ein Ungeheuer in das Königreich der eingebildeten Dame, deren Heftigkeit musikalisch deutlich zu hören war.

Nach der Pause geriet die Musikkapelle Brochenzell mit „On Fire“ in Brand. Es folgte das Elvis Presley Medley „Elvis the King“. Besonders schön ein Saxophonsolo mit Silke Mill bei „Falling in Love with you“.

Stefan Strangers Weinkeller Polka zum Schluss

„Total Toto“ begeisterte mit bekannten Liedern wie „Africa“, „Rosanna“ und „Stop Loving you“ die Zuhörer, und nach dem „Florentiner Marsch“ als letztem Programmpunkt gab es langanhaltenden Beifall.

Die flotte „Weinkeller Polka“ und sanfte weihnachtliche Klänge als Zugabe erklangen zum Nachhauseweg.