Breitbandausbau

1,5 Millionen Euro für Breitbandausbau

Ummendorf / Lesedauer: 2 min

Ummendorf erhält Förderung aus dem Bundeshaushalt – Insgesamt sollen drei Millionen Euro investiert weren
Veröffentlicht:30.11.2020, 19:04
Aktualisiert:30.11.2020, 19:05

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Ummendorf erhält 1,5 Millionen Euro Förderung für den Breitbandausbau. Das haben der Biberacher CDU-Bundestagsabgeordnete Josef Rief und der SPD-Bundestagsabgeordnete Martin Gerster bekannt gegeben.

Das Geld kommt aus dem Bundesprogramm zur Erschließung „Weißer Flecken“, mit dem der Bund derzeit in die ländlichen Räume investiert. Bei einer Förderung von 50 Prozent werden in Ummendorf insgesamt rund drei Millionen Euro verbaut werden.

„Wir haben die Förderprogramme von Bund und Land so eng verzahnt, dass für die Kommunen bis zu 90 Prozent des Glasfaserausbaus gefördert werden können. Vom Bund haben wir für meinen Wahlkreis Biberach in diesem Jahr schon fast 80 Millionen Euro einwerben können“, erklärt Rief.

Die Regierungskoalition wolle jährlich acht Milliarden Euro in den Breitbandausbau stecken. Der ländliche Raum soll hier einen großen Teil abbekommen. Bisher gilt die Förderung von Gebieten mit einer Versorgung von 30 Mbit/s und mehr nach EU-Recht als unerlaubte Beihilfe. „Die Bundesregierung konnte in Brüssel aber erreichen, dass diese Grenze fällt. Ab 2023 können wir dann auch den Gigabitausbau fördern und in der Fläche noch schneller werden“, erlärt Rief. Das Geld sei vor allem wichtig, um in den Gemeinden auch die vielen Weiler und Einzelgehöfte anzuschließen. Unterversorgt sind bislang vor allem die Weiler und Gehöfte Häusern, Buschhorn, Ruckweg, Kalter Bach, Winkel, Hammerschmiede, Reichenbach und Hor. „Seit Corona ist es noch klarer, wie dringend gerade wir auf dem Land ein flächendeckendes schnelles Internet brauchen", so der Bundestagsabgeordnete.

Auch der CDU-Landtagsabgeordnete und Ummendorfer Gemeinderat Thomas Dörflinger hat sich positiv zu der Förderzusage geäußert. „Ich freue mich sehr über die Förderzusage des Bundes für meine Heimatgemeinde Ummendorf. Ohne diese Zuschüsse ist ein Breitbandausbau in den Gemeinden schlichtweg nicht umsetzbar.“ Es sei gut, dass die Förderprogramme von Bund und Land so eng verzahnt seien. Das Land unterstützt dabei mit einem Förderanteil von 40%. „Das beschleunigt den Ausbau ungemein“, erklärte Dörflinger ( CDU ).

„Digitalisierung ist nicht nur das Vergraben von Kabeln. Aber eine wesentliche Voraussetzung – sei es für moderne Gewerbestandorte, ein funktionierendes Home-Office oder das digitale Klassenzimmer“, betont Biberachs SPD-Bundestagsabgeordneter und stellvertretender Vorsitzender des Haushaltsausschusses, Martin Gerster.

Besonders in großen Flächenlandkreisen wie in Biberach gehe der Ausbau durch private Breitbandanbieter schleppend voran, da er aufwendiger, teurer und daher weniger rentabel als in Städten oder Ballungsgebieten ist.