Meine Heimat

Städte Partner Biberach spaziert durch den Winterwald

qBiberach / Lesedauer: 2min

Informativer Nachmittag mit Revierleiter A. Saiger
Veröffentlicht:25.01.2023, 11:46
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Rund 45 Personen sind der Einladung des Vereins Städte Partner Biberach (StäPa) gefolgt, zusammen mit dem Revierleiter durch den Burren zu bummeln und dabei mehr über den heimischen Wald und die Waldbewirtschaftung zu erfahren. Alfons Saiger, als Revierleiter zuständig für das Forstrevier Burren, führte den Tross durch den herrlich frisch verschneiten Wald und gab bei einigen Stopps informative Einblicke in das Waldleben. So erfuhren die durchweg interessierten und wissbegierigen Zuhörer, dass in Biberach das städtische Forstamt auch gleichzeitig untere Forstbehörde ist. Das Biberacher Forstamt ist eines von nur zweien in Baden-Württemberg, die die Aufgaben beider Behörden wahrnehmen. Und es existiert bereits seit 200 Jahren! Dieses Jubiläum wird am 17. September im Rahmen der Heimattage mit einem Jubiläumswaldtag begangen.

Die aktuelle Waldsituation und dessen Perspektive basiert auf den Erkenntnissen: es gibt wissenschaftlich keinen Zweifel mehr daran, dass der Klimawandel menschengemacht ist; dass er schneller voranschreitet als erwartet; und dass wohl über die Jahre sehr wahrscheinlich das Worst Case-Szenario eintritt. Die Auswirkungen des Klimawandels mit den sehr trockenen und heißen Phasen setzen dem Wald bereits heute massiv zu. Wobei wir in unserer Gegend bislang noch relativ glimpflich wegkommen, da sich die Wolken an den Alpen stauen und wir im Vergleich zu anderen Regionen noch einiges an Regen haben.

Die in unseren Wäldern weit verbreitete Fichte ist diesem Wandel nicht gewachsen. Als Flachwurzler kann sie kein tieferliegendes Grundwasser anzapfen und ist zudem sturmanfällig. Daher wird nun schon seit einigen Jahren auf mehr Vielfalt im Wald geachtet. So finden sich im Burrenwald Rotbuchen, Eichen, Küsten- und Weißtannen, Douglasien, Kiefern, Lärchen, Fichten und noch einige mehr Baumarten. Der Forst wird mit der Zeit zum Dauerwald umgebaut, bei dem auch darauf geachtet wird, dass die Bäume ein breites Spektrum an Stammdurchmesser und Baumhöhen aufweisen.

Bei einer Tasse heißen Punsch und von StäPa-Vorstandsmitgliedern mitgebrachten Keksen und Kuchen wurde das Gehörte in lockerer Runde noch weiter vertieft, oder auch schon über die nächsten StäPa-Aktivitäten gesprochen, bevor es wieder heim in die warme Stube ging.


Die hier veröffentlichten Artikel wurden von Vereinen und Veranstaltern, Kirchengemeinden und Initiativen, Schulen und Kindergärten verfasst. Die Artikel wurden von unserer Redaktion geprüft und freigegeben. Für die Richtigkeit aller Angaben übernimmt schwäbische.de keine Gewähr.