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Städtebund würdigt besondere Schülerleistungen

Schwendi / Lesedauer: 3 min

Die Grundschule Schwendi und die Max–Weishaupt–Realschule Schwendi haben den Lazarus–von–Schwendi–Preis 2024 erhalten. Verliehen wurde diese Ehrung vom internationalen Lazarus–von–Schwendi–Städtebund, in dem 17 Gemeinden aus Frankreich, Belgien und Deutschland zusammengeschlossen sind.
Veröffentlicht:06.07.2023, 16:11

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Die Grundschule Schwendi und die Max–Weishaupt–Realschule Schwendi haben den Lazarus–von–Schwendi–Preis 2024 erhalten. Verliehen wurde diese Ehrung vom internationalen Lazarus–von–Schwendi–Städtebund, in dem 17 Gemeinden aus Frankreich, Belgien und Deutschland zusammengeschlossen sind. Städtebund–Präsident Gerhard Maurer aus Schwendi würdigte bei der Preisverleihung den Einsatz der beiden Schulen, die mit Schüler–Darbietungen den Festakt zum 500. Geburtstag von Lazarus–von–Schwendi im Oktober letzten Jahres bereichert hatten.

Üblicherweise wird der Schwendi–Preis beim jährlichen Treffen der Städtebund–Verantwortlichen und den Delegierten aus den jeweiligen Gemeinden übergeben. Dieses Jahr wurde dieses Prozedere geändert. Städtebund–Präsident Gerhard Maurer, begleitet von Bürgermeister Wolfgang Späth, hat die Ehrung im Schwendier Schulzentrum vorgenommen. Und noch eine Besonderheit charakterisierte diese Ehrung: Die beiden Schwendier Schulen wurden jetzt schon mit dem Schwendi–Preis 2024 ausgezeichnet. Dies hat einen einfachen Grund. „Somit werden alle, die am Festakt mitgewirkt haben, noch in diesem Schuljahr geehrt“, sagte Gerhard Maurer. Denn die zwei Schulen gestalteten die großartige Feier anläßlich des 500. Geburtstages von Lazarus–von–Schwendi in der nach ihm benannten Veranstaltungshalle in Schwendi mit. Am 21. Oktober 2022 war dies.

Repräsentativ für die 17 Gemeinden aus Frankreich, Belgien und Deutschland, die im Lazarus–von–Schwendi–Städtebund organisiert sind, trugen damals beim Festakt Kinder der Grundschule Schwendi Tafeln mit den Gemeindewappen auf die Bühne. Dort positionierten sich dann insgesamt 83 Grundschüler, um gesanglich an die Person Schwendi zu erinnern. „Ein Mann der Lazarus sich nannt, widewidewitt bum bum, der war in Schwendi wohlbekannt“, war nur eine umgedichtete Strophe zur Melodie des Kinderliedes „Ein Mann, der Kolumbus sich nannt“. Und im Refrain („Gloria Hip Hip Hurra, Lazarus 500 Jahr“) ließen die Kinder, dirigiert von Iris Obele, den berühmten Mann hochleben.

In dessen Wirkungszeit versetzten 18 Tänzerinnen und Tänzer von der Schwendier Max–Weishaupt–Realschule die Gäste. Einstudiert von Bernhard Pilz, zeigten die Schüler–Tanzpaare zwei Tänze, die an europäischen Höfen in der Zeit der Renaissance salonfähig waren. Passend dazu die Kostüme, vom Biberacher Schützenfest ausgeliehen. „Eine Feier, die unvergessen bleibt, auch Dank der Mitwirkung der Schulen“, erklärte Gerhard Maurer.

Um diese besonderen Schülerleistungen als Erinnerung an Lazarus–von–Schwendi zu würdigen, hat der Ausschuss des Städtebundes die Verleihung des Schwendi–Preises 2024 an die Schulen beschlossen. „Es würde mich freuen, wenn sie sich weiterhin mit Lazarus–von–Schwendi und seinem Vermächtnis beschäftigen“, richtete der Städtebund–Präsident einen Appell an die Schwendier Schulen. Den Schulvertretern überreichte Gerhard Maurer eine Schwendi–Preis–Urkunde, verbunden mit einer finanziellen Zuwendung von jeweils 200 Euro.


Der Diplomat, Staatsmann und kaiserliche Feldherr Lazarus-von-Schwendi (er stand im Dienst der drei Kaiser Karl V, Maximilian II und Ferdinand I) war 1522 in Mittelbiberach zur Welt gekommen, 1583 im Elsass gestorben. Ein Grabstein in der Pfarrkirche in Kientzheim erinnert an den Diplomaten. Kientzheim ist auch Sitz des Lazarus-von-Schwendi-Städtebundes, der 1986 ins Leben gerufen wurde. Diesem grenzübergreifenden Freundschaftsbund gehören 17 Gemeinden aus Frankreich, Deutschland und Belgien an. In all diesen Kommunen hatte Lazarus-von-Schwendi seine Spuren hinterlassen. Der Städtebund vergibt einmal jährlich den Schwendi-Preis. Dieser soll als Würdigung für diejenigen gelten, die das Andenken an Lazarus-von-Schwendi weiter am Leben halten und in seinem Sinne durch eine praktizierte humanistische Gesinnung, durch wohltätige Dienste und durch Toleranz wirken.