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Spatenstich für Krippenneubau in Schwendi

Schwendi / Lesedauer: 3 min

Mit dem traditionellen symbolischen Spatenstich hat die Gemeinde Schwendi für ein Meilenstein-Projekt offiziell den Baustart eingeläutet. Östlich der bestehenden Kindertagesstätte St.
Veröffentlicht:12.02.2024, 09:28

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Mit dem traditionellen symbolischen Spatenstich hat die Gemeinde Schwendi für ein Meilenstein-Projekt offiziell den Baustart eingeläutet. Östlich der bestehenden Kindertagesstätte St. Franziskus wird jetzt ein Krippenneubau erstellt, der in kommunaler Trägerschaft einmal die Betreuung von 40 Kindern unter drei Jahren ermöglicht. Das vier Millionen Euro teure Projekt soll im Sommer 2025 fertig gestellt sein.

„Es ist eine Investition in die Zukunft“, lenkte Bürgermeister Wolfgang Späth am Dienstag auf der Baustelle den Blick auf die Bedeutung dieses Bauvorhabens. Für die Betreuung von Kindern unter drei Jahren fehlen aktuell entsprechende Plätze. „Wir sind Getriebene, wir müssen die Plätze bereitstellen“, unterstreicht er den Hand-lungszwang der Kommune. In der bestehenden Kindertagesstätte, die von der katholischen Kirchengemeinde betrieben wird, werden momentan zehn Krippenplätze angeboten. Mit dem jetzt begonnenen Neubau wird eine Krippe mit weiteren 40 Plätzen für die Gesamtgemeinde hinzu-kommen. „Dann sind wir gut aufgestellt“, sagt Bürgermeister Späth. Dass sich in Schwendi in Sachen Kinderbetreuung in den letzten Jahren in baulicher Hinsicht einiges getan hat, betonte Architekt Manuel Tress beim Spatenstich.

Zu einem solchen Bauritual hatten sich die Verantwortlichen vor sechs Jahren nur wenige Meter entfernt von der aktuellen Baustelle getroffen. Da-mals galt es, den Baustart für die neue Kindertagesstätte zu vollziehen. 4,5 Millionen Euro hat die Gemeinde dafür ausgegeben. „Niemand hätte gedacht, dass wir uns schon sechs Jahre später hier erneut bei einem Spatenstich treffen und den Neubau einer Krippe auf den Weg brin-gen“, erklärte Architekt Manuel Tress. Eine Nutzfläche von 1124 Quadratmetern auf zwei Ebenen wird der Krippenneubau aufweisen. Für 40 Kinder unter drei Jahren (in vier Gruppen) aus der Gesamtgemeinde ist dort Platz für eine Betreuung.

Die Wär-meerzeugung in der neuen Kinderkrippe wird mittels Luft/Wasser-Wärmepumpen erreicht, durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach kann eine große Energieautarkheit für das Gebäude hergestellt werden. Den Wunsch der Gemeinde, einen Raum für kleinere Veranstaltungen in der Krippe zu schaffen, hat Architekt Tress umgesetzt. Ein Mehrzweckraum und das Foyer können bei Bedarf miteinander verbunden werden, „dieser Veranstaltungsraum ist ein großer Mehrwert für die Gemeinde“. Und noch etwas, vielleicht als eine Besonderheit zu nennen, wird in der Krippe vorhanden sein. Dem Krippenpersonal wird eine kleine Sonnenterasse für die Pausen zur Verfü-gung stehen. In Zeiten eines großen Man-gels an Fachpersonal kann dies für die Gewinnung von Beschäftigten von Vorteil sein, die Attraktivität des Arbeitsplatzes wird auch durch solche Bedingungen erhöht, ist sich Manuel Tress sicher.

Dennoch, so rechnet Bürgermeister Wolf-gang Späth, wird die Suche nach Fachpersonal für die neue Krippe, die von der Gemeinde Schwendi betrieben wird, eine große Herausforderung darstellen. Pro Gruppe werden drei Betreuungskräfte benötigt, insgesamt also zwölf. „Wir werden aber nicht sofort nach der Fertigstellung in den Vollbetrieb gehen, die Belegung wird sukzessive aufgebaut“, erhofft sich Bürgermeister Späth einen zeitlichen Spielraum bei der Personalsuche.

Erfreuliches hinsichtlich der Baukosten der Krippe konnte Architekt Tress bereits beim Spatenstich verkünden. Die geschätzten Baukosten lagen bei der Genehmigung der Planung bei vier Millionen Euro. Dieser finanzielle Aufwand dürfte höchst wahrscheinlich unterschritten werden. Denn nach der Vergabe von etwa drei Viertel der Gewerke liegen die Projektkosten 250.000 Euro unter dem prognostizierten Kostenansatz. In der heutigen Zeit mit den Kostensteigerungen auf breiter Front eine sehr erfreuliche Meldung, findet Architekt Manuel Tress.

Bild: Keine schwere, aber eine Tätigkeit mit großer Symbolkraft erledigten die Verantwortlichen beim Spatenstich für den Krippenneubau in Schwendi: (von links) Jens Kübler (Gemeinde-Bauamt), Bürgermeister Wolfgang Späth, Architekt Manuel Tress, Bauunternehmer Thomas Werner (Alt-heim/Schemmerhofen) und Thomas Gerner (Architektur- und Ingenieurbüro Tress).