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Feuerwehr Schwendi hat über 1000 Einsatzstunden

Schwendi / Lesedauer: 3 min

Die Freiwillige Feuerwehr Schwendi wurde im vergangenen Jahr 76 Mal zur Hilfeleistung bei Einsätzen gerufen. Die 53 Aktive zählende Feuerwehr absolvierte dabei 1063 Einsatzstunden.
Veröffentlicht:13.02.2024, 08:26

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Die Freiwillige Feuerwehr Schwendi wurde im vergangenen Jahr 76 Mal zur Hilfeleistung bei Einsätzen gerufen. Die 53 Aktive zählende Feuerwehr absolvierte dabei 1063 Einsatzstunden. Bemerkenswert: Über 50 Prozent der Einsätze wurden durch Unwetterereignisse hervorgerufen. Darunter waren tTeilweise zeitintensive und langwierige Einsätze.

Darüber hinaus beschäftigten 2023 weitere spannende Themen Feuerwehr Schwendi, betonte Kommandant Christoph Seifried bei der Jahreshauptversammlung. Den vor einem Jahr vollzogenen Wandel in der Führungsebene („Altgediente Kommandanten überließen das Feld den jungen Wilden“) habe die Wehr gut gemeistert. Beim Einsatzaufkommen mit 76 Alarmierungen sei ein neues Maß an zeitlicher und feuerwehrtechnischer Herausforderung erreicht worden. Wichtig dabei, so Seifried: „Die geforderten Zeiten und Einsatzstärken konnten wir einhalten, das Zusammenspiel der Alarm- und Ausrückeordnung mit den Abteilungen und der Stützpunktfeuerwehr Laupheim funktioniert einwandfrei.“ Um für die Tätigkeiten im Alarmfall gerüstet zu sein, standen bei der Feuerwehr 26 Proben und der Besuch von Lehrgängen auf dem Programm. Der zeitliche Aufwand hier für die Ehrenamtlichen insgesamt: 1543 Stunden. Alles in allem addiert leisteten die aktiven Angehörigen der Schwendier Feuerwehr im Jahr 2023 stolze 5106 Stunden.

Für dieses Engagement dankte Kommandant Christoph Seifried seiner Mannschaft besonders. Inzwischen zählt diese 53 Einsatzkräfte. Sieben (fünf Quereinsteiger, zwei aus der Jugend) waren dazugekommen, drei (zwei zur Altersabteilung, einer wurde unehrenhaft entlassen) verließen die aktive Wehr. So erfreulich der Zuspruch für die Freiwillige Feuerwehr Schwendi ist, so bringt der Anstieg der aktiven Kameraden auch eine Herausforderung mit sich. „Dieser Anstieg bringt die Fahrzeughalle fast zum Platzen, fast keine Spinde sind mehr frei. Zudem weist das über 30 Jahre alte Gerätehaus inzwischen Mängel auf“, gab Kommandant Seifried zu bedenken. Auch der Fuhrpark ist in die Jahre gekommen, „ich hoffe, wir können diesen in den kommenden Jahren auf einen neuen Stand bringen“. Geld, das für die Feuerwehr verwendet wird, ist keine Ausgabe, sondern eine Investition in Sicherheit, urteilte der Kommandant. Die Aktiven werden mehr, das Feuerwehr-Gerätehaus ist zu klein. „Ich habe verstanden, was sie sagen wollen“, erklärte Bürgermeister Wolfgang Späth in seinem Grußwort. Nach und nach sollen die „Baustellen“ aufgelöst werden, dies sei immer mit Geld ausgeben verbunden, „aber irgendwie werden wir dies hinbekommen“, signalisierte er auch in Zukunft die Unterstützung der Feuerwehr durch die Gemeinde. Für die Arbeit der Feuerwehr-Ehrenamtlichen, insbesondere bei den 76 Einsätzen („Hier ist in irgendeiner Form auch für sie Gefahr da“) dankte er. Um welche Einsätze es sich dabei handelte, listete Schriftführer Ralf Stöhr auf. Zusammengefasst bescherte die Statistik unter anderem: 37 Unwetterereignisse, 19 Auslösungen durch Brandmeldeanlagen, neun Brandeinsätze und einen Verkehrsunfall. Hinzu kam eine kuriose Kleintierrettung: Am Rotfluß musste eine Fledermaus, die sich an einer Angelschnur verfangen hatte, gerettet werden.

Bei der Versammlung berichteten ferner Kassierer Gabriel Pfohmann, Jugendgruppenleiter Christian Holzschuh und Xaver Lerch (Altersabteilung) aus ihren Zuständigkeitsbereichen. Ab sofort steigen weitere sechs Kräfte in die Einsatzabteilung der Schwendier Feuerwehr ein. Julian Holder, Linus Veser, Manuel Fick, Markus Uebelhör, Johannes Stiefet und Luis Richter wurden zu Feuerwehrmann-Anwärtern ernannt. Befördert wurden Matthias Georg, Mario Högerle, Alexander Knaak, Maximilian Merkle (Oberfeuerwehrmann) und Stephan Lehmann (Hauptfeuerwehrmann).

Die Durchführung von drei besonderen Ehrungen hatte Herbert Glutsch, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes Biberach, vorgenommen. Für ein jahrzehntelanges Engagement in der Schwendier Feuerwehr, verbunden mit einer herausragenden Tätigkeit auch in Führungspositionen, überreichte Herbert Glutsch die Ehrenspange des Kreisfeuerwehrverbandes an Brand-meister Thomas Wieland (Bronze), an Hauptbrandmeister Thomas Stanossek (Silber) und an Brandmeister Walter Ruf (Gold). Glutsch lobte das große Pflichtbewusstsein dieser drei aktiven Feuerwehrangehörigen, „die sich über das normale Maß hinaus einbringen, um die Sicherheit in unserer Gemeinschaft zu gewährleisten“. In einem kurzen Grußwort würdigte Stephen Wagner, Kommandant der Werkfeuerwehr Weishaupt, die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde-Feuerwehr. Zum Fortbestand der Werkfeuerwehr werden aktuell Gespräche geführt, „ich bin eher wieder positiv gestimmt“, ließ Stephen Wagner hinsichtlich des Ergebnisses wissen.