StartseiteRegionalRegion BiberachSchemmerhofen740 Exemplare: Wenn Bücher kaufen zu einem eigenen Hobby wird

Sammelserie "Wer bietet mehr?"

740 Exemplare: Wenn Bücher kaufen zu einem eigenen Hobby wird

Schemmerhofen / Lesedauer: 3 min

Der Traum eines jeden Bücherwurms: Ein großes Bücherregal mit Leiter. Redakteurin Maike Daub hat ihn sich erfüllt und berichtet von ihrer Sammelleidenschaft.
Veröffentlicht:31.08.2023, 11:50

Artikel teilen:

Wer hat die größte Teelicht-Sammlung, die meisten Pflanzen oder die höchste Anzahl an Bibi-Blocksberg-Kassetten? Einige Mitglieder der Biberacher SZ–Redaktion geben in diesen Wochen einen privaten Einblick in ihre Sammel–Leidenschaften. Dabei sind einige skurrile, aber auch weniger skurrile Dinge zusammengekommen.

Redakteurin Maike Daub ist wegen vieler, vieler Umzüge in den letzten Jahren eigentlich kein Fan von Sammlungen mehr. Nur ihre Bücher kann sie nicht loslassen — und sammelt fleißig weiter. Mehr als 700 Stück sind es derzeit. Wer bietet mehr oder hat einen anderen ausgefallenen Sammeltick?

Von klein auf ein Bücherwurm

Ich habe keine Ahnung, was mein erstes Buch war oder wann diese Sammelei angefangen hat. Irgendwie war ich einfach schon immer von Büchern umgeben, schon bei meiner Mutter im Regal standen die dicken Krimi–Schmöker zweireihig, damit alles reinpasst. Und spätestens als Teenie war es um mich dann auch geschehen.

Etwa 740 Bücher besitzt Redakteurin Maike Daub derzeit.
Etwa 740 Bücher besitzt Redakteurin Maike Daub derzeit. (Foto: Maike Daub)

Ich erinnere mich an „Shoppingtrips“ mit meiner besten Freundin: Über Monate haben wir unser Taschengeld gespart, um dann einen Tag in der Stadt zu verbringen und so richtig shoppen zu gehen. Wenn’s gut lief, waren wir vielleicht in zwei Klamottenläden und haben ein T–Shirt gekauft. Dann ging es ab in die Buchhandlung — und mit mindestens fünf dicken Fantasy–Schmökern wieder heraus. Das waren tolle Tage.

Wartende Abenteuer im Regal

Richtig gefährlich wurde es, als ich Flohmärkte und Mängelexemplare entdeckt habe, denn plötzlich war es sehr erschwinglich, neuen Lesestoff zu bekommen. Denn das ist schließlich das Tolle am Bücher sammeln: Sie machen nicht nur als Dekoration glücklich, man kann sie auch noch lesen.

Zugegeben, mittlerweile betrachte ich Bücher kaufen und Bücher lesen als zwei getrennte Hobbies. Denn leider gibt es einfach mehr Bücher, als man jemals lesen kann! Allein in meinem Regal ist mir erschreckenderweise aufgefallen, dass ich nur gut die Hälfte der Bücher tatsächlich schon gelesen habe: Nur 400 von 740. Da erwarten mich noch viele Abenteuer, auch wenn einige sicher ungelesen bleiben werden (wer hat denn Zeit für 1000 Seiten Anna Karenina?).

Sammlung mit System

Nachdem es mir gerade auf Flohmärkten oft passiert ist, dass ich ein Buch ein zweites Mal gekauft habe, führe ich mittlerweile eine Excel–Tabelle über meinen Besitz. Dadurch weiß ich zum Beispiel, dass ich mehr Autorinnen als Autoren im Regal stehen habe, Kai Meyer mit 27 Büchern aber am häufigsten vertreten ist (knapp vor Rick Riordan mit 26), oder dass meine ältesten Bücher die Shakespeare–Sammlung von 1853 ist.

Sortiert sind meine Bücher im Regal nach Genre — und Platz. Denn irgendwie ist der immer rar, selbst wenn man gerade erst ein neues Regal gekauft hat. Dieses Mal sogar mit einer Leiter, wohl der Traum jedes Bücherwurms. Das Problem ist nur, dass mein Regal in keine Richtung mehr weiterwachsen kann. Dabei sind 740 Bücher doch eigentlich noch gar nicht so viel... oder?


Unsere Sommerserie „Wer bietet mehr?“

Wenn Sie mehr bieten als unsere Redakteure und Protagonisten oder eine eigene Sammelleidenschaft haben, dann melden Sie sich per Mail an [email protected] unter dem Stichwort „Wer bietet mehr?“ Bitte vergessen Sie nicht, Ihre Adresse und Telefonnummer anzugeben, damit wir mit Ihnen Kontakt aufnehmen können.