Adventskranz

Holzwürmle setzen Geschichte des Adventskranzes in Töne

Schemmerhofen / Lesedauer: 2 min

Die Blockflötenkinder des Musikvereins Schemmerhofen erhielten für ihre Musicalauführung viel Applaus
Veröffentlicht:30.12.2018, 14:02
Aktualisiert:22.10.2019, 13:00

Von:
Artikel teilen:

Schemmerhofen - Es war tatsächlich „Eine zündende Idee“: Die Geschichte des Adventskranzes des gleichnamigen Musicals von Klaus Heizmann und Dagmar Heizmann-Leucke haben die Holzwürmle des Musikvereins Schemmerhofen im Käppele aufgeführt. Ein nahezu volles Haus sowie eine bezaubernde Stimmung sorgten für einen grandiosen Erfolg der rund 50 Akteure.

Den Adventskranz kennt jeder – aber wie ist er entstanden? 1839 baute der Hamburger Erzieher Johann Hinrich Wichern (gespielt von Aileen Backer ) einen Kranz aus einem alten Wagenrad mit 23 Kerzen, um seinen Zöglingen im „Rauhen Haus“ das Warten auf Weihnachten zu verkürzen. Erst 1900 hat sich der Kranz – heute mit nur noch vier Kerzen – in ganz Deutschland verbreitet.

Die rund einstündige Vorführung der Holzwürmle unter der Leitung von Simon Maier kam nicht nur bei den zahlreichen kleinen Besuchern gut an. Schwungvolle Ohrwürmer und ein Rap „Warten ist nicht unsre Stärke“ versetzte das Publikum in Staunen.

Es war beim sicheren Auftritt der Blockflötenkinder, genannt Holzwürmle, zu hören, dass ein intensiver Probenaufwand dahintersteckte. Und das hat sich wirklich gelohnt. Von Beginn an hält Simon Maier die Fäden in der Hand. Seine Probenarbeit wird unterstützt von Jo Buck und Tim Bradl, die mit einer hochprofessionellen Anlage für den guten Ton sorgten. Ein sechsköpfiger Projektchor aus ehemaligen Blockflötenschülern unterstützte mit seinem schönen Gesang die coolen Songs. Derart in guten Händen, fehlte es den Kindern und Jugendlichen nicht an Mut und Sicherheit, auch verschiedene Soloeinlagen zu singen oder zu musizieren.

Wechselnde Solisten, darunter die Solosängerinnen Aileen Backer und Emily Manthey sowie die Solistin auf der Blockflöte Nina Reuter traten mutig im Chorraum auf. Insgesamt strahlten die jungen Akteure – trotz aller Konzentration – eine große Frische aus. Großen Anteil am gelungenen Gesamtbild hatten auch die Kostüme, von Eltern gemacht.

Der starke Applaus am Ende honorierte die Leistung der Talente.Eins ist jedenfalls sicher: Nach solch einer Aufführung sieht man „das Licht der Welt“ und den Adventskranz mit anderen Augen.