Musikverein

Gelungene Premiere für die neuen Schemmerhofer Dirigenten

Schemmerhofen / Lesedauer: 3 min

Mit einem frischen Melodien überzeugen das Gesamtjugendorchester und die aktive Kapelle
Veröffentlicht:30.04.2014, 12:15
Aktualisiert:24.10.2019, 14:00

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Der Musikverein Schemmerhofen hat beim Osterkonzert die zahlreichen Zuhörer mit einem bunten Strauß frischer Melodien und den neuen Dirigenten Peter Schuck und Christoph Schellen begeistert.

Den Anfang machte das Gesamtjugendorchester der Musikvereine Altheim, Ingerkingen, Schemmerhofen und Warthausen unter der neuen Leitung von Peter Schuck mit dem Musikstück „Sound of Spring“ von Fritz Neuböck. Den „Der Klang des Frühlings“ vermittelt diese Komposition gut. Die jungen Musiker kämpften noch etwas mit den Frühlingsgefühlen, doch Peter Schuck führte seine jungen Künstler gekonnt.

Danach legte sich die Aufregung und die Jungmusiker steigerten sich bei „Adebars Reise“ von Markus Götz, einer filmmusikalisch angelegten Reise der Störche in den Süden. Mit dem diesjährigen Wertungsstück „Tales from the Shore“ reiste Peter Schuck mit seinem Orchester nach Irland. Bei dieser Rhapsodie von Kees Vlak hob das Jugendorchester das Niveau noch einmal an. Man hörte, dass in dieser Jugend viel Potential steckt. Ohne Zugabe ließen die Gäste die Jugend nicht von der Bühne.

Der Musikverein Schemmerhofen mit dem neuen Dirigenten Christoph Schellen begrüßte die Zuhörer mit „Kap Arkona“, einer Piraten-Legende von Alfred Bösendörfer. Auch dessen Feder stammt auch „Il Postiglione d’Amore“, übersetzt „Der Liebesbote“. Liebe kann mal feurig, mal zart sein, und das drückten die Musiker, teilweise als Solo am Horn und Trompete, gut aus – mal leise, mal gewaltig.

Seit 1996 haben 75 Millionen Zuschauer in mehr als 60 Ländern die irische Tanzshow „Lord of the Dance“ gesehen, und die Schemmerhofer Musiker präsentierten Michael Flatleys Mix aus Folklore, Popart und Stepptanz opulent, rhythmisch und melodisch.

Geschichten in Musik umzuwandeln, ist eine Spezialität von Steven Reineke. Seine Geschichte „The Witch and the Saint“ (Die Hexe und die Heilige) „erzählten“ die Musiker so eindrucksvoll, dass die Zuhörer in der Mühlbachhalle die bohrenden Fragen der Inquisition im Mittelalter zu spüren glaubten und mit den als Hexen verfolgten Frauen fühlten.

In der „New York Overture“ des Niederländers Kees Vlak führten die Musiker das Publikum vom New Yorker Airport bis zum Central Park. Frisch, fröhlich und wohltuend verabschiedete sich der Musikverein Schemmerhofen mit seinem neuen und noch sehr jungen Dirigenten Christoph Schellen mit dem „Florentiner Marsch“, dem bekanntesten Stück des tschechischen Marschkönigs Julius Fucik.

Dirigent Schellen konnte mit seinem circa fünfzigköpfigen Orchester musikalisch aus dem Vollen schöpfen und führte souverän durch alle Passagen. Die Musiker folgten ihm willig und scheinbar mühelos, aber voller Konzentration. Die immer wieder eingebrachten Soli aus allen Instrumentalregistern wurden von den Zuhörern begeistert aufgenommen. Der kräftige Applaus bestätigte dies und wurde mit einer Zugabe erwidert.

Sechs Musikern dankte der Musikverein Schemmerhofen für ihre langjährige Treue und ihren Einsatz. 40 Jahre im Dienst des Vereins sind Gertrud Schuck, Hermann Kornwachs und Gerold Maier. Der stellvertretende Kreisverbandsvorsitzende Karl Lamp überreichte ihnen die Ehrennadel in Gold mit Diamant und den Ehrenbrief. Für 30 Jahre als Schriftführerin wurde Elfriede Maier mit der Fördermedaille in Gold mit Diamant und Ehrenbrief beschenkt. Für 30-jähriges Musizieren erhielt die Klarinettistin Ute Rodi erhielt die Ehrennadel in Gold mit Urkunde. 20 Jahre bläst Birgit Mast die Trompete und bekam die Ehrennadel in Silber angesteckt.