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Entdeckungen: Sie sind Krebsen und Käfern auf der Spur

Binzwangen / Lesedauer: 2 min

Entdeckungen: Sie sind Krebsen und Käfern auf der Spur
Veröffentlicht:30.05.2011, 12:40
Aktualisiert:25.10.2019, 18:00

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Drei Tage hat das Regierungspräsidium Tübingen der Donau gewidmet, denn schließlich ist der sanierte Streckenabschnitt zwischen Hundersingen und Binzwangen fast fertiggestellt. Nun sollten die Leute mit einem attraktiven Veranstaltungsprogramm, das sich auch an Kinder richtete, in die Natur gelockt werden. So war der Nabu Riedlingen zusammen mit dem Keltenmuseum Heuneburg an einem Infostand vertreten, und der Arbeitskreis Umwelt informierte über Weiden und Pappeln, wie sie entlang der Donau – von der Quelle bis zur Mündung ins Schwarze Meer – vorkommen und zahlreichen Insekten als Nahrung und Wohnraum dienen. Dabei wurden auch Produkte aus Weiden wie Körbe und Schuhe vorgestellt.

Im Ökomobil gab es am Freitag bei Sabine Reußink und Raphael Buttermann viel über die kleinen Tiere zu erfahren. Direkt aus der Donau konnten Flohkrebse, Strudelwurm und Ruderwanze in der Blockschale unterm Mikroskop und auf dem Bildschirm genau betrachtet werden. Man erfuhr dabei putzige Details über das Liebesspiel des Flohkrebses, der sein Weibchen sieben Tage und sieben Nächte umklammert, bis es sich häutet und er die Samen in die sonst verschlossene Brusttasche legen kann.

Auch der Biber wurde vorgestellt: Jeder weiß von den Schäden, die diese Tiere anrichten, aber zu seiner Verteidigung hatten die Naturschützer zu sagen, dass er nagen muss, denn sonst wachsen ihm die Zähne in den Gegenkiefer. Lässt man ihm einen ausreichenden Uferrandstreifen, so sei mit dem pelzigen Gesellen gut auszukommen. Allerdings sei dieser durchaus in der Lage, einen Baumstamm in einer Nacht durchzunagen. Bei der Fluss-Safari kamen interessierte Kinder auf ihre Kosten: Mit Helga Hartmann vom Landesnaturschutzverband wurden kleine Wassertiere aus der Donau gefischt, anhand von Büchern und Zeichnungen bestimmt und direkt am Ufer mikroskopisch begutachtet. Ins Netz gingen hierbei Kaulquappen, Schneckenegel, Larven von Eintagsfliegen, Bachflohkrebs und Strudelwürmer.

Im Rahmen zweier Führungen mit Dr. Helmut Klepser vom Regierungspräsidium und Josef Pfender vom Landesbetrieb Gewässer gab es Gelegenheit, sich eingehend über die Sanierung zu informieren. In den drei Tagen ließ Igor Loskutov mit der Kettensäge Skulpturen von Wassertieren entstehen, die am Donauufer aufgestellt werden. Über das ganze Wochenende sorgte der Sportverein Binzwangen im Zelt für das leibliche Wohl – dabei durfte natürlich eine Donauwelle nicht fehlen.