Fakultät

Daniela Blum erhält Dr. Leopold Lucas-Preis

Riedlingen / Lesedauer: 1 min

Uni Tübingen zeichnet die Theologin aus
Veröffentlicht:31.05.2016, 18:23
Aktualisiert:23.10.2019, 15:00

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Der Dr. Leopold Lucas-Preis für Nachwuchswissenschaftler ging in diesem Jahr auf Vorschlag der Katholisch-Theologischen Fakultät an die aus Riedlingen stammende Theologin Dr. Daniela Blum. Sie wird für ihre 2014 angenommene, hervorragende Dissertation „Modus convivendi. Konfessionelle Koexistenz, Konflikte und Kooperation in der Reichsstadt Speyer in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts“ geehrt. Der Nachwuchs-Preis ist mit 20000 Euro dotiert.

Der Preis wird seit 1986 vergeben. Er wird jährlich abwechselnd zur Auszeichnung hervorragender Dissertationen aus den Bereichen der Evangelischen Theologie, Katholischen Theologie, Philosophie und Geschichtswissenschaft bestimmt.

Daniela Blum hat in Tübingen Katholische Theologie, Politikwissenschaft und Psychologie studiert – mit Auslandssemestern an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Nach dem Erwerb des Diploms 2011 war sie bis 2014 Kollegiatin des Graduiertenkollegs „Religiöses Wissen“ und ist nun als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Mittlere und Neuere Kirchengeschichte der Katholisch-Theologischen Fakultät Tübingen tätig.

Schon während des Studiums galt ihr Interesse der konfessionellen Begegnung in der Zeit der Reformation – ihre Diplomarbeit widmete sie einer Untersuchung der „Trostgespräche“ des Konstanzer Stadtschreibers Jörg Vögeli angesichts von Reformation, Rekatholisierung und österreichischer Herrschaft in dieser Stadt.

Für ihre Promotion richtete sie ihr Augenmerk mit Speyer auf eine weitere Reichsstadt, in der es auch nach dem Augsburger Religionsfrieden von 1555 zu einer unmittelbaren Begegnung der verschiedenen Konfessionen mit vielen Facetten kam. 2015 wurde Daniela Blum der Johann-Daniel-Schöpflin-Preis für herausragende Arbeiten zur Landesgeschichte am Oberrhein durch den Förderverein des Generallandesarchivs Karlsruhe verliehen.