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Zweigstelle Raumausstattung Selg

Concept Store „Wonderfitzig“ eröffnet am Riedlinger Weibermarkt

Riedlingen / Lesedauer: 2 min

Mitte Januar eröffnet die Firma Selg aus Erisdorf dort eine Zweigfiliale. Um das Kerngeschäft Raumausstattung soll es dabei nur am Rande gehen. Was die Filialleiterin dort plant.
Veröffentlicht:01.12.2023, 17:00

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Um Teppiche, Bodenbeläge und Gardinen geht es aber nur zu einem kleinen Teil. Carolin Selg möchte in ihrem Concept Store „Wonderfitzig“ vor allem regionale Produkte ausstellen, Start-up-Unternehmen präsentieren und mit der Stadt Riedlingen im Tourismusbereich zusammenarbeiten.

Mehr als eine Zweigfiliale

An die Eröffnung einer Zweigfiliale in Riedlingen habe der Familienbetrieb zwar schon lange gedacht, sagt Carolin Selg. „Wir sind einfach gerne in Riedlingen und wollen dem Leerstand in der Innenstadt entgegenwirken.“ Ihr gehe es aber nicht darum, einen typischen Laden für Raumausstattung zu eröffnen. „Der würde kaum das Interesse der Leute wecken“, glaubt sie. Die gelernte Einzelhandelskauffrau hat sich deshalb für einen Concept Store entschieden, den sie als Filialleiterin gemeinsam mit ihrer Mutter betreibt. In Concept Stores werden Sortimente und Marken aus unterschiedlichen branchenübergreifenden Bereichen zusammengestellt. Im Mittelpunkt stehen flexible und schnell umsetzbare Konzepte, die kreativ präsentiert werden und für ein Einkaufserlebnis sorgen sollen.

Bezug zur Region

Genau dieses Konzept möchte Selg nun auf Riedlingen und die nähere Umgebung anwenden. Der Name „Wonderfitzig“ ist dabei Programm. „Mit dem schwäbischen Wort unterstreichen wir den Bezug zur Region und wollen neugierig machen auf das, was unsere Heimat zu bieten hat“, erklärt sie. Auf rund 52 Quadratmetern werden Dekorationsartikel und Lebensmittel aus der Region verkauft, Ästhetisches für die Wohnungseinrichtung, aber auch regionale Start-ups präsentiert.

Mit Klischees aufräumen

Wichtig ist Selg dabei, dass keine Dauerausstellung entsteht. „Es soll sich in regelmäßigen Abständen immer etwas ändern in unseren Räumen, wir möchten ganz unterschiedliche Interessengruppen ansprechen. Und wer einfach nur einen Coffee to Go möchte, darf natürlich gerne vorbeischauen.“ Mit dem neuen Konzept soll auch das Klischee vom langweiligen Oberschwaben ausgeräumt werden, der in seinem Lädele einkaufe und wieder nach Hause gehe, fügt Selg hinzu. Nachhaltigkeit spielt ebenfalls eine Rolle im neuen Concept Store. „Wir legen bei den Produkten und auch bei der Einrichtung Wert auf Upcycling“, betont sie. Das Design solle eine naturalistische und moderne Anmutung haben, was sich auch bei den Themen der Ausstellung widerspiegle.

Hauptgeschäft bleibt in Erisdorf

Vater Günther Selg zeigt sich begeistert von der Idee seiner Tochter. „Und natürlich kann man sich im „Wonderfitzig“ auch zu Raumausstattung beraten lassen“, fügt er hinzu. Das Hauptgeschäft bleibe aber weiterhin in Erisdorf.

Stadt legt Flyer im Laden aus

Auch mit der Stadt Riedlingen wird der Concept Store zusammenarbeiten. Die Stadt habe eine Vereinbarung zur Bereitstellung städtischer und regionaler Informationen mit Familie Selg getroffen, bestätigt Wirtschaftsförderin Tamara Ortmann. „Das heißt, wir mieten Platz im Laden an und legen dort Flyer in einem Prospektständer aus.“ Die Öffnungszeiten des Ladens deckten mit Freitagnachmittag und Samstag die Zeit ab, in der das Rathausfoyer mit Flyerauslage geschlossen ist, so Ortmann. Die Eröffnung von „Wonderfitzig“ ist für Anfang/Mitte Januar geplant, spätestens im ersten Quartal.