Vorschule

Vorschule für 100 Kinder in Piela im Bau

Ochsenhausen / Lesedauer: 3 min

Vorstand bei Mitgliederversammlung des Fördervereins einstimmig bestätigt
Veröffentlicht:27.09.2021, 16:58

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In Piela entsteht eine Vorschule für 100 Kinder. Das teilt der Förderverein Piela-Bilanga mit, der dieses Projekt finanziert. Gebaut und organisiert wird das Schulprojekt von der dortigen Protestantischen Kirche. Die EE/SIM (=Église Évangelique) des Gourma-Gebietes im Nordosten von Burkina Faso betreibt mehrere Schulen, unter anderem eine Primarschule in Piela für vierhundert Kinder. Auf dem eingezäunten und damit geschützten Gelände dieser Schule wird nun auch eine Vorschule erstellt. In drei Gebäuden sollen die Kleinkinder im Alter von vier bis sechs Jahre von ausgebildeten Erzieherinnen und Erziehern betreut und unterrichtet werden. Insbesondere geht es darum, den Kinder, die zuhause in den Familien die einheimische Sprache sprechen, schon sehr früh den richtigen Umgang mit der landesweiten Amtssprache Französisch beizubringen, damit sie später erfolgreicher die Primarschule und weiterführende Schulen absolvieren können. Die Kosten für die Schulgebäude beträgt etwa 36000 Euro.

Dies war ein Punkte von vielen des Rechenschaftsberichtes des Vorsitzenden Erwin Wiest bei der Mitgliederversammlung des Vereins. Neben dem Geschäfts- und Aktivitätenbericht der letzten Jahren und dem Finanzbericht standen Satzungsänderungen und Wahlen auf der Agenda. Alle Vorstandsmitglieder wurden bei den Wahlen einstimmig bestätigt.

In den vergangenen zwei Jahren wurde ein großes Schulprojekt mit der Förderung des BMZ, des deutschen Ministerium für Entwicklungszusammenarbeit, begonnen und fast schon zu Ende gebracht. Es handelt sich um Ausbau der Sekundarschule Piela für 12 Klassen. Dieses große Schulprojekt wurde in den letzten Monaten aufgestockt und die Laufzeit auf September 2022 verlängert. Damit gibt es für zwei weitere Schulgebäude die Zusage des Bundesministerium zur Übernahme von drei Viertel der Kosten. Für die weiteren Jahre 2022 bis 2025 steht zudem ein neues Projekt an: geplant sind zwei Sekundarschulen und eine Primarschule. Sobald der „Vor-Bescheid“ des Ministeriums da sei, werde mit der Antragsstellung begonnen, so der Vorsitzende.

Daneben wurden und werden weiterhin über zwanzig sogenannte Mikroprojekte, insbesondere zu Einkommenserzielung für Frauen umgesetzt. Durch die Herstellung von Cremes aus Karitée und Balanit-Nüssen, der Aufzucht von Schafen und andere Aktivitäten können Frauen nun Einkommen erzielen, um damit den Schulbesuch der Kinder zu finanzieren. Pascale Pouzet, die sich als Vorstandsmitglied speziell darum kümmert, ergänzte, dass durch diese Art der Projektdurchführung unmittelbar am Bedarf der Bevölkerung angesetzt werde und zudem die Partnerorganisation APB sehr viel Kompetenz und Entscheidungsbefugnisse bekomme und damit ihr Ansehen und ihr Gewicht in der Bevölkerung deutlich erhöhen könne.

Die Finanzberichte von 2019 und 2020, vorgetragen von Werner Altvater, zeigten, dass die Spendenaufkommen und damit die Einnahmen auf einem hohen Niveau sehr stabil sind. Ein befürchteter Einbruch durch die Coronakrise sei glücklicherweise ausgeblieben. Alle vorgesehene Projekte seien damit machbar. Er hoffe dass die hohe Spendenbereitschaft weiter anhalte.

Als Highlight wurde ein Video mit Interviews der Partner in Westafrika gezeigt.