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TTF Liebherr Ochsenhausen haben nichts zu lachen

Ochsenhausen / Lesedauer: 4 min

Ochsenhausen unterliegt in der Tischtennis-Bundesliga Werder Bremen 1:3. So fielen die Reaktionen nach dem Rückschlag im Play-off-Rennen aus.
Veröffentlicht:11.02.2024, 19:30

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Tischtennis-Bundesligist TTF Liebherr Ochsenhausen muss um die Teilname an den Play-offs um die deutsche Meisterschaft bangen. Nach der 1:3-Heimniederlage gegen Werder Bremen sind die Oberschwaben auf Schützenhilfe der Konkurrenz angewiesen, um noch den anvisierten vierten Platz zu erreichen.

215 Zuschauer in der heimischen Hans-Liebherr-Sporthalle wollten sich am Fasnetssonntag das wichtige Spiel der TTF Liebherr Ochsenhausen gegen den Tabellennachbarn SV Werder Bremen nicht entgehen lassen. Am Ende waren die meisten davon wohl sehr enttäuscht, denn ihre Mannschaft hatte sich die zweite Heimniederlage in Folge eingehandelt.

Robles verkürzt auf 1:2

1:3 stand es am Ende, die Gäste aus Bremen hatten ihre eigene Negativserie von vier sieglosen Spielen in Folge beendet und das Spiel noch vor dem Doppel für sich entschieden. Der schwedische Vizeweltmeister von 2019, Mattias Falck, holte zwei Punkte, den dritten steuerte bereits im Auftakteinzel Kirill Gerassimenko bei. Der Kasache gewann in fünf Sätzen gegen Simon Gauzy, hatte dabei auch etwas Glück, bestätigte aber seine aufsteigende Formkurve.

Da Mattias Falck beim 3:0-Satzsieg im zweiten Spiel keine größere Mühe mit Samuel Kulczycki hatte, ging Bremen mit einer 2:0-Führung in die Pause. Werders Paraguayer Marcelo Aguirre kämpfte sich danach im dritten Einzel nach 0:2-Satzrückstand gegen Alvaro Robles noch einmal zurück und ließ Bremen sogar vom glatten Sieg träumen. Robles bewahrte jedoch die Nerven, gewann den Entscheidungssatz deutlich mit 11:4 und verkürzte durch seinen Erfolg zum 1:2 für die TTF.

Kaum ansprechbar

Doch mehr als eine leise Hoffnung war dies am Ende nicht für Ochsenhausen. Gauzy, der im vierten Spiel auch gegen Falck verlor, zeigte sich nach der Partie bitter enttäuscht und war kaum ansprechbar: „Gerassimenko war heute einen Tick besser.“

Mehr war ihm nicht zu entlocken, Gauzy bleibt trotz der beiden Niederlagen der TTF-Spieler mit der besten Bilanz in der Liga. Er steht jetzt bei 12:4. Doch das war an diesem Nachmittag kein Trost für den 29-jährigen Franzosen, der schon seit 2013 für die TTF am Tisch steht.

Calderano muss kurzfristig passen

Schon vor Beginn des gut zwei Stunden dauernden Spiels war klar, dass es für die TTF schwer werden würde. Trainer Yong Fu musste wegen anderer Verpflichtungen auf den Japaner Hayate Suzuki verzichten und kurzfristig musste auch Hugo Calderano wegen andauernder Hüftprobleme passen, die während der Woche trotz intensiver Behandlung nicht mehr zu beheben waren.

TTF nun auf Schützenhilfe angewiesen

„Der Trainer hatte heute keine Auswahl mehr bei der Aufstellung, dennoch hätten wir bei etwas mehr Glück das Spiel auch gewinnen können“, sagte Kristijan Pejinovic. Dennoch nannte der TTF-Präsident die Situation beim Namen: „Wir haben die Qualifikation für die Play-offs wohl nicht mehr in der eigenen Hand und sind auf Schützenhilfe der Konkurrenz angewiesen.“

Bremen zog durch den Sieg an den TTF mit 14:14 Punkten vorbei. Die TTF finden sich jetzt auf Platz acht der Tabelle mit 12:16 Punkten wieder. „Das ist natürlich zu wenig. Da muss mehr kommen, auch wenn wir schwierige Umstände zu verkraften haben“, so Pejinovic. Da müsse er sich schon Gedanken um die Mannschaft von morgen machen, blickte der 43-jährige Präsident schon ein wenig in die Glaskugel.

Zufriedene Bremer

Nicht ganz so düster sah dies Bremens Coach Christian Tamas, der Ochsenhausen noch nicht aus dem Rennen sieht: „Es wird sicher noch die eine oder andere Überraschung geben. Saarbrücken und Düsseldorf sind durch, der Rest ist noch völlig offen.“ Tamas war natürlich zufrieden mit dem Sieg seiner Mannschaft. „Alle haben heute gut gespielt, entscheidend für den weiteren Verlauf war aber sicher der Sieg von Gerassimenko im Auftaktmatch.“ Wie im Vorjahr hatte der Kasache das Spiel gegen Gauzy in der Verlängerung des fünften Satzes für sich entschieden.

„Auch in dieser Saison geht es in der Bundesliga wieder unheimlich eng zu“, sagte Falck, der auch in vergangenen vier Spielen der Bremer, die das Team verloren hatte, nicht immer überzeugt hatte. „Heute hat er sehr gut gespielt und letztlich auch Simon im Spitzeneinzel keine Chance in drei Sätzen gelassen“, war auch Kristijan Pejinovic beeindruckt vom 32-jährigen Schweden.

Nächstes TTF-Spiel am 27. Februar

Für die TTF geht die Saison nach der Team-WM am Dienstag, 27. Februar, mit dem Auswärtsspiel in Grenzau weiter. Drei Tage später, am 1. März (Spielbeginn 19 Uhr), gastiert der aktuelle Spitzenreiter Saarbrücken in der Hans-Liebherr Halle. „Vielleicht haben wir dann wieder mehr zu lachen, wenn wir wieder komplett sind und Saarbrücken möglicherweise den einen oder anderen Spieler schont“, blickte Kristian Pejinovic schon voraus.

Die Statistik zum Spiel:

TTF Liebherr Ochsenhausen - SV Werder Bremen 1:3. Ergebnisse: Simon Gauzy - Kirill Gerassimenko 2:3 (8:11, 11:7, 10:12, 11:2, 11:13), Samuel Kulczycki - Mattias Falck 0:3 (6:11, 8:11, 7:11), Alvaro Robles - Marcelo Aguirre 3:2 (11:7, 13:11, 9:11, 8:11, 11:4), Simon Gauzy - Mattias Falck 0:3 (4:11, 9:11, 9:11).