Tischtennisbund

„Das ist wunderbar hier“

Ochsenhausen / Lesedauer: 1 min

„Das ist wunderbar hier“
Veröffentlicht:28.10.2016, 21:16
Aktualisiert:23.10.2019, 11:00

Von:
Artikel teilen:

Der 51-jährige Michael Geiger ist seit 11 Monaten Präsident des Deutschen Tischtennisbunds und war zu Gast beim Champions-League-Spiel TTF Liebherr Ochsenhausen gegen Orenburg. Michael Mader hat mit ihm gesprochen.

Herr Geiger, wie gefällt Ihnen die Atmosphäre hier in der Dr.-Hans-Liebherr-Halle?

Das ist wunderbar hier, genau richtig für unsere Sportart. Die Zuschauer gehen richtig mit. Dazwischen Musik, keine verstaubte Turnhallenatmosphäre, die uns immer vorgeworfen wurde. Für Ochsenhausen wohl ein Glücksfall, hier spielen zu können.

Was trauen Sie den TTF trotz der Niederlage gegen Orenburg in der Champions League noch zu?

Das Viertelfinale können sie schon schaffen. Die Mannschaft ist unberechenbar, weil sie halt noch so jung ist. Sie können alle Gegner aus der Halle fegen oder auch sang- und klanglos untergehen. Das ist nicht kalkulierbar. Wenn sie noch mehr Konstanz reinbekommen und zusammenbleiben, kann in Ochsenhausen was Großes entstehen.

Noch ein anderes Thema: Auch heute hat das Spiel wieder mehr als dreieinhalb Stunden gedauert. Einige Zuschauer haben trotz tollem Sport vorzeitig die Halle verlassen. Sind die Spiele nicht zu lang?

Das ist ein Problem, dass wir auch sehen. Ein Problem unserer Sportart. Auch deshalb sind wir zum Beispiel fürs Fernsehen relativ uninteressant. Deshalb werden auch gerade Tests in China und Russland durchgeführt, die Matches auf Zeit zu spielen. Zum Beispiel ein Spiel auf 20 Minuten zu begrenzen. Da müssen wir die Ergebnisse und die Akzeptanz abwarten.