Orgelmusik

Authentische Interpretation oberschwäbischer Orgelmusik

Ochsenhausen / Lesedauer: 1 min

Organist Josef Miltschitzky tritt mit Sopranistin Susanne Jutz-Miltschitzky in Ochsenhausen auf
Veröffentlicht:26.07.2020, 17:05

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Die Sopranistin Susanne Jutz-Miltschitzky konzertiert am Freitag, 31. Juli, zusammen mit ihrem Mann, dem Organisten Josef Miltschitzky in der Basilika Ochsenhausen .

Da beide Musiker die Faszination für historischer Aufführungspraxis verbindet, legten sie für ihr Konzert an der Gablerorgel in Ochsenhausen den Schwerpunkt auf Süddeutsche Werke der Komponisten J.C.F. Fischer, J. Speth, P. Sixtus Bachmann oder P. Ludwig Zöschinger.

Während Fischers „Musikalischer Blumenstrauß“ oder Zöschingers Menuett „Die Wachtel“ in barocker Verspieltheit Kontrapunktik und Spielfreude miteinander verknüpfen, führt das Ochsenhauser Orgelbuch direkt ins Kloster Ochsenhausen. Über 270 Jahre nach seiner Komposition konnte der Musikwelt das Ochsenhauser Orgelbuch, eine einzigartige Sammlung süddeutscher Orgelmusik, in einer Faksimileedition wieder zugänglich gemacht werden und fasziniert seither die Orgelwelt, denn zu jedem Register der Orgel gibt es ein charakteristisches Orgelstück.

Kompositionen Gottlieb Muffats, dessen Todesjahr sich zum 250. Mal jährt, zählten ebenso zum Repertoire der Ochsenhauser Klosterorganisten wie die des Paters Sixt Bachmann, der im Kloster Obermarchtal wirkte. Der Nachweis einer Handschrift von ihm im Bibliothekskatalog des Stifts Ochsenhausen zeigt, dass seine Kompositionen hier geschätzt wurden. Kombiniert wird die Klostermusik mit Orgelwerken der Vorklassik von C. Ph. E. Bach und G. Gherhardeschi.

Josef Miltschitzky gilt als Experte für oberschwäbische Klostermusik. Nicht nur durch seine Dissertation über Ottobeuren als europäische Orgelzentrum, auch als Veranstalter des Holzhey- wie des Riepp-Symposions und Verfasser zahlreiche Publikationen, hat er sich internationalen Ruf erworben. Er tritt zusammen mit seiner Gattin, der Sopranistin Susanne Jutz- Miltschitzky auf.