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Ökocamping

Ferienhäuser statt Ökocamping

Maselheim / Lesedauer: 2 min

Rat stimmt Umnutzung des Geländes der ehemaligen Kiesgrube bei Baltringen zu
Veröffentlicht:30.07.2015, 17:30

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Der Bebauungsplan „Ökocamping und Solarpark“ auf den Gemarkungen Maselheim und Mietingen wird geändert und in „Ferienhäuser im Sonnenpark“ umbenannt. Dies hat der Maselheimer Rat in seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen.

Auf dem Gelände einer ehemaligen Kiesgrube am Ortsausgang von Baltringen in Richtung Sulmingen war nach dem Ende des Kiesabbaus ein Ökocampingplatz geplant. Dieser wurde jedoch nie verwirklicht. Stattdessen sollen an dieser Stelle nun Ferienhäuser errichtet werden.

Bereits in einer früheren Sitzung wurde das Konzept zur Änderung des Bebauungsplans vorgestellt. Ingenieur Erwin Schmid , ES-Tiefbauplanung, erläuterte die vorgenommenen Änderungen.

Der Bebauungsplan umfasst rund 30 Hektar, davon befinden sich 19,3Hektar auf der Gemarkung Mietingen (Baltringen) und 10,7 Hektar auf der Gemarkung Maselheim (Sulmingen).

Laut Bebauungsplan ist folgende Nutzung vorgesehen: Wald und Wildpark, Grünflächen und Baggersee, Solaranlagen. Auf etwa zwei Hektar können 37 zweigeschossige Ferienhäuser gebaut werden. Diese sollen sich entlang des Baggersees gruppieren. Im nördlichen Teil sind die Ferienhäuser von Solaranlagen umgeben.

Die Gesamthöhe der Ferienhäuser ist auf maximal sechs Meter begrenzt. Sie sind im Grundriss im Verhältnis Länge zu Breite mindestens 2:1 (Bei einer Breite von 5 Meter mindestens 10 Meter Länge) auszuführen. Dachaufbauten sind nicht zulässig und alle Dachflächen (Pultdächer) der Ferienhäuser sind mit extensiver Dachbegrünung auszustatten. Solarmodule auf den Dächern sind zulässig, aber keine Antennen und Sat-Schüsseln. Diese Versorgung erfolgt über ein internes Netz.

Im Zufahrtsbereich des Plangebietes ist eine Sonderfläche für ein Hotel mit Gastronomiebereich ausgewiesen. Auch Stellflächen für Wohnmobile sind geplant. Innerhalb des Wildgeheges mit Schaugatter darf eine Fütterhütte in Holzbauweise mit Vordach erstellt werden. Auf der vorhandenen Insel im Baggersee ist geplant, die vorhandene Tier- und Pflanzenwelt der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Hierzu soll ein Unterstand oder Schauraum erstellt werden.

Von der Insel aus kann der gesamte Bereich der Tier- und Pflanzenwelt eingesehen werden. „Es ist quasi ein ‚Klassenzimmer im Grünen’“, sagte Erwin Schmid. Ein öffentlicher Badebetrieb sei nicht möglich, erklärte Schmid auf eine Frage aus dem Rat.

Entlang der Kreisstraße 7527 besteht, außer der Zufahrt zu den Ferienhäusern und den Anlagen, ein Zufahrtsverbot. Die Wege des Areals können trotzdem von Nichtbewohnern der Feriensiedlung zu Fuß genutzt werden.