Pfarrhaus

Pfarrhaus auf dem Kirchberg erstrahlt in neuem Glanz

Laupheim / Lesedauer: 2 min

Das denkmalgeschützte Gebäude wird renoviert und energetisch aufgewertet
Veröffentlicht:30.08.2016, 00:09
Aktualisiert:23.10.2019, 13:00

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Das Pfarrhaus bei der Kirche Sankt Peter und Paul wird derzeit renoviert. Seit Mai geben sich die Handwerker die Klinke in die Hand, um das historische Gebäude vor allem energetisch aufzuwerten.

Schmuck ist es, das Pfarrhaus der katholischen Kirchengemeinde auf dem Kirchberg in Laupheim. Sanft-fröhliche Farben, ein elegant geschwungener Giebel und schön verzierte Fassade verleihen dem Gebäude einen ganz besonderen barocken Charme. Wer jedoch derzeit durch die schwere Holztür das Innere des Hauses betritt, mag sich zunächst wundern über die vielen Farbeimer, Pinsel und anderes Arbeitsmaterial, das – sorgsam in die linke Ecke geräumt – im Gang lagert.

Der Grund: Das denkmalgeschützte Pfarrhaus, erbaut in den Jahren 1746 und 1747, wird derzeit renoviert. „Die Decke des Obergeschosses wird gedämmt, die Innenflügel der Verbundfenster erhalten eine neue Verglasung mit Isolierglas und neue Dichtungen“, erläutert der Diakon Ulrich Körner. Auch die Außenfassade und die Stuckdecken im Innenbereich erfahren ein „Facelifting“. Seit Mai gehen die Handwerker im Gebäude ein und aus; derzeit werkelt der Restaurator und Künstler Manfred Mangei aus Kirchdorf an der Iller im Pfarrbüro.

Pfarramtssekretärin Diana Hofmann bleibt gelassen, auch wenn Schreibtische und Bürostühle hinter ihrem Arbeitsplatz mit Folien abgedeckt sind und Manfred Mangei hinter ihr auf dem Gerüst steht, um Ausbesserungsarbeiten an der Stuckdecke vorzunehmen. „Die Pfarramtsmitarbeiterinnen und auch der Pfarrer haben wirklich eine Engelsgeduld“, lobt der Restaurator. Diana Hofmann gibt das Kompliment zurück: „Die Handwerker haben es natürlich auch nicht ganz einfach, die Arbeiten während des laufenden Betriebs durchzuführen.“

Schon strahlt die Decke wieder in ihrer ganzen barocken Pracht. „Sie wurde nicht gestrichen, sondern gereinigt“, sagt Mangei. „Wenn man Stuck zu oft streicht, wird die Ornamentik undeutlich.“

Der größte Teil der Arbeiten ist bereits erledigt – in wenigen Wochen werden die Handwerker ihre Utensilien endgültig zusammenpacken. Zurück bleibt das barocke Kleinod, das dann gut gedämmt für die kalte Jahreszeit gewappnet ist und noch ein bisschen mehr strahlt als bisher.