Fußballteam

Olympia muss auf Einnahmen verzichten

Laupheim / Lesedauer: 3 min

Fußball: Enttäuschung im Laupheimer Lager nach dem doppelten Aus im WFV-Pokal
Veröffentlicht:31.07.2014, 22:23
Aktualisiert:24.10.2019, 11:00

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Die Fußballteams des FV Olympia Laupheim haben im WFV-Pokal einen „schwarzen Mittwoch“ erlebt. Statt in Runde drei einzuziehen und dort gegen den Oberligisten FV Ravensburg beziehungsweise den Drittligisten SG Sonnenhof Großaspach zu spielen, herrschte Enttäuschung nach dem doppelten Aus in der zweiten Runde. Zumal die Partien auch lukrative Einnahmen versprochen hätten.

Verbandsliga-Aufsteiger Laupheim hatte am Mittwochabend sehr überraschend beim Bezirksligisten SC Unterzeil-Reichenhofen mit 3:4 nach Elfmeterschießen verloren. Olympias „Zweite“ unterlag im Duell der Landesliga-Aufsteiger gegen die SG Kißlegg zu Hause mit 2:4 nach Verlängerung.

„Der Frust sitzt tief. Die Niederlage ist sehr enttäuschend, gerade weil sie verdient war“, sagt Olympia-Trainer Thomas Lemke mit Blick auf das Aus von Laupheims „Erster“ beim Bezirksligisten. „Der Gegner hat ein gutes Spiel gemacht. Wir haben einfach nicht unseren besten Tag gehabt. Überheblich waren wir nicht.“ Unterzeil-Reichenhofen habe über 120 Minuten hinweg die besseren Chancen gehabt. „Wir hätten schon früher verlieren können“, sagt der Olympia-Trainer, der neben dem Tor von Benjamin Barth (29.) zur 1:0-Halbzeitführung (1:1 nach 90 Minuten und Verlängerung) noch drei weitere Chancen für sein Team notiert hatte. Zwei Mal traf allerdings Christian Glaser nicht ins gegnerische Tor (25., 35.) und Benjamin Barth in der Verlängerung nur die Latte (110.).

Fokus ist auf Wangen gerichtet

„Wir hätten gern gegen Sonnenhof Großaspach gespielt. Das macht die Enttäuschung noch größer“, so Thomas Lemke. Der Drittligist wäre zu Hause der nächste Pokalgegner für die Olympia gewesen, was auch finanziell interessant gewesen wäre für den Verein. Zum Vergleich: Im Vorjahr kamen zur Achtelfinalbegegnung gegen den damaligen Regionalligisten SSV Ulm 1846 (4:6 nach Elfmeterschießen) mehr als 800 Zuschauer ins Stadion. Doch diese Gelegenheit ist nun dahin, das Augenmerk liegt wieder ausschließlich auf der Vorbereitung für die Verbandsligasaison. „Wir müssen die richtigen Schlüsse aus den vergangenen vier Wochen und dem Spiel ziehen. Der Fokus ist ganz klar auf das erste Heimspiel am 17. August gegen Wangen gerichtet“, sagt Thomas Lemke. Die Zügel im Training sollen wegen der Pleite gegen den Bezirksligisten nicht angezogen werden. „Wir haben schon hart trainiert in den letzten vier Wochen. So werden wir weitermachen“, so der Olympia-Trainer, der der Niederlage sogar noch etwas Positives abgewinnt: „Vielleicht war es auch der richtige Schuss vor den Bug zur richtigen Zeit.“

„Im ersten Moment war ich schon enttäuscht“, sagt Stefan Rampf, Trainer von Olympia Laupheim II, über das Aus gegen die SG Kißlegg. Mittlerweile sei der Ärger aber fast verraucht. „Es war eine vermeidbare Niederlage. Wir haben es einfach nicht geschafft, aus der spielerischen Überlegenheit mehr Kapital zu schlagen und die Chancen zu nutzen“, analysiert Rampf. „Das Spiel gegen Ravensburg haben wir uns selbst verbaut.“ 2:2 hatte es nach der regulären Spielzeit gestanden, in der Manuel Kohn (7.) und Isaak Athanasiadis (45. +2) Laupheims Tore erzielten.

Die Vorentscheidung war durch das 2:3, das aus einem Foulelfmeter resultierte, gefallen (100.). Diesen hatte Yannic Kröner verursacht, der dafür Rot wegen einer Notbremse sah. Das 2:4 fiel nach einem Konter der Kißlegger (120.). „Ich mache Yannic Kröner keinen Vorwurf. Er hatte nur die Möglichkeit, den Gegner so zu stoppen. Der Fehler ist schon vorher passiert“, so Rampf, dessen Blick schon wieder nach vorn gerichtet ist: „Jetzt gilt es, die nächsten zwei Wochen in der Vorbereitung intensiv zu nutzen, um zum Landesliga-Auftakt gegen Baltringen gewappnet zu sein.“