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Kolpingsfamilie Laupheim sammelt mehr als 200 Handys

Laupheim / Lesedauer: 2 min

Durch die Wiederverwertung soll der Abbau wertvoller Rohstoffe eingedämmt werden
Veröffentlicht:05.08.2021, 15:10

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Die Kolpingsfamilie Laupheim sammelt schon seit vielen Jahren alte Handys und Smartphones und unterstützt damit die Sammelaktion von „missio Aachen“ und „missio München“. Diese machen insbesondere auf die Situation im Kongo aufmerksam.

Im Juni hatte die Kolpingsfamilie Laupheim dazu aufgerufen, sich an der Handysammelaktion zu beteiligen und am Kolpinghaus eine Sammelstation eingerichtet. Diese wurde rege genutzt, und es wurden etwa 220 Handy und Smartphones abgegeben. Diese werden nun an die Firma „Mobile Box“ in Köln, den Partner von „missio“, weitergeleitet. Dort werden die Geräte entweder fachgerecht aufbereitet und weiter verkauft oder die Rohstoffe werden dem Recycling zugeführt.

Rohstoffe können eingespart werden

Viele der für die Mobiltelefon-Produktion benötigten Rohstoffe werden unter menschenunwürdigen Bedingungen gewonnen und führt in den Herkunftsländern zu schlimmsten Menschenrechtsverletzungen und (Bürger-) Kriegen. Durch die Wiederverwertung können Rohstoffe eingespart, die Umwelt geschont und hoffentlich irgendwann die Zustände in den Ländern verbessert werden, so der Gedanke der Initiatoren.

206 Millionen Mobiltelefone sind ungenutzt

„Es sollte uns zum Nachdenken anregen, dass für jedes neue Smartphone, welches wir uns kaufen, andere Menschen extrem leiden müssen“, sagen die Initiatoren. „Im Durchschnitt kaufen wir uns alle zweieinhalb Jahre ein neues Gerät, und das meist nur, weil das andere Gerät aus der Mode gekommen ist.“ Das Altgerät werde dann achtlos beiseite gelegt. Derzeit lägen in Deutschland rund 206 Millionen Handys und Smartphones ungenutzt in den Schubladen. Ein Zustand, den die Sammelaktion ändern soll.