Geschichtshaus

Darum kommt das Haus der Geschichte nach Laupheim

Laupheim / Lesedauer: 2 min

Neue Dauerausstellung soll im kommenden Jahr ins Laupheimer Museum kommen
Veröffentlicht:11.12.2022, 12:03
Aktualisiert:11.12.2022, 12:05

Von:
Artikel teilen:

Das Haus der Geschichte Stuttgart feiert sein zwanzigjähriges Bestehen. Anlässlich des Jubiläums konnten Laupheimer Bürger einen Tag lang unter dem Motto „Das Haus geht raus“ in der Innenstadt neue Ideen für die Zukunft des Geschichtshauses äußern, aber auch ganz persönliche Geschichten erzählen.

Darum geht es

Der kleine Holzstand vor dem Rathaus ist nicht zu übersehen: Luisa Kreiling, Caroline Gritschke und Leonie Wierich, alle im Haus der Geschichte für Bildung und Vermittlung zuständig, freuen sich auf den Tag in Laupheim . Ausgelegt sind eine Reihe von Flyern, beispielsweise zur allgemeinen Landesgeschichte, aber auch zu berühmten Persönlichkeiten wie Carl Laemmle oder Matthias Erzberger. Ein Memory mit Fotos verschiedener historischer Gegenstände liegt ebenfalls aus, zu sehen sind beispielsweise ein Schutzbrief oder eine Panzerfaust.

Laupheimer können Anregungen für Ausstellungen einreichen

Zudem ist eine Wunschbox aufgestellt, in welche die Laupheimer Besucher Anregungen für künftige Ausstellungen im Haus der Geschichte einwerfen können. Einige leere Marmeladengläser sind auch bereitgestellt – dort können persönliche Geschichten niedergeschrieben und gesammelt werden. Eine Woche lang bereist die Aktion „Das Haus kommt raus“ verschiedene Ausstellungsorte des Geschichtshauses. Im Laupheimer Museum zur Geschichte von Christen und Juden soll im Herbst kommenden Jahres eine neue Dauerausstellung besichtigt werden können, die sich mit der Beziehung zwischen jüdischer Minderheit und christlicher Mehrheit befasst. „Wir sind zwar ein historisches Haus, schauen aber auch stark auf die heutige Perspektive“, erklärt Gritschke .

Das sind die Wünsche der Laupheimer

Über den Tag kommen zahlreiche Besucher an den Stand. „Viele wünschen sich mehr musikalische Veranstaltungen in unserem Haus“, sagt Gritschke. Ein älterer Mann aus Schlesien habe seine Lebensgeschichte geschildert und niedergeschrieben, berichtet Kreiling . Auch ein paar Kinder kommen vorbei und können sich über einen Luftballon mit der Aufschrift „Love is in the Air“ und Gummibärchen freuen. Und auch die Veranstalterinnen zeigen sich zufrieden mit dem Tag. „Viele meinten, dass sie jetzt unbedingt in die Ausstellung wollen“, sagt Kreiling. „Ein Besucher hat sogar gesagt, dass das Haus der Geschichte und das Museum ein Segen für Laupheim sei.“