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Grünen-Politiker Andreas Schwarz findet Landkreis Biberach hochinnovativ

Laupheim / Lesedauer: 3 min

Der Grünen-Fraktionschef im Landtag, Andreas Schwarz, hat vor Kurzem den Landkreis Biberach besucht. Das hat ihn besonders begeistert.
Veröffentlicht:12.02.2024, 05:00

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Der Vorsitzende der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Andreas Schwarz, hat vor Kurzem den Landkreis Biberach besucht. Neben einem Gespräch mit Landrat Mario Glaser stand die Besichtigung des Innovations- und Technologietransferzentrum ITZ Plus in Biberach und ein Unternehmensbesuch bei der Firma Erwin Halder KG auf dem Programm. Das Fazit des Grünen-Politikers: „Das ist ein engagierter, hochinnovativer Landkreis.“

Mit seinem Besuch im Landkreis Biberach war Andreas Schwarz einer Einladung der Laupheimer Grünen-Bundestagsabgeordneten Anja Reinalter gefolgt. Dabei hatte es ihm das ITZ Plus in Biberach besonders angetan. „Das hat mich sehr beeindruckt“, sagte er im Anschluss an seine Tour im Gespräch mit der „Schwäbischen Zeitung“.

Ein „Leuchtturm“ in Baden-Württemberg

Als „Leuchtturmprojekt“ bezeichnete der Grünen-Politiker das Zentrum, in dem sich unter anderem Labore, Co-Working-Spaces und Testräume für Energie- und Gebäudesysteme befinden. Dem schloss sich die Grünen-Bundestagsabgeordnete Anja Reinalter an: „Da arbeiten Leute, die sagen: So funktioniert Forschung und so sieht Zukunft aus.“

Das ITZ Plus, das in einer Zusammenarbeit der Stadt Biberach mit Landkreis, IHK Ulm und HBC realisiert worden ist, soll Unternehmen und Existenzgründern eine Plattform bieten, die Wirtschaft und Wissenschaft verknüpft. Ein Konzept, das nach Ansicht von Schwarz aufgeht. „Das unterstreicht, dass wir mit unserer Wirtschafts- und Forschungspolitik auf dem richtigen Weg sind“, so der Grünen-Fraktionsvorsitzende im Landtag.

Fachkräftemangel großes Problem

Auch die Laupheimer Erwin Halder KG hat Andreas Schwarz überzeugt. „Das ist eine innovative Firma, die auf ökologische Nachhaltigkeit setzt“, sagte er über das inhabergeführte Familienunternehmen, in dem unter anderem Normteile gefertigt werden. Der Besuch habe ihm aber auch gezeigt, dass die Landesregierung an der Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Baden-Württemberg arbeiten muss, betonte Schwarz und identifizierte drei Bereiche, in denen seiner Meinung nach Nachholbedarf herrscht: Bildung, Fachkräfte sowie günstige und zuverlässige erneuerbare Energie.

„Was Halder besonders beschäftigt, ist die Fachkräftegewinnung“, so der Grünen-Politiker. Um dem entgegenzuwirken, brauche es eine frühe Berufsorientierung und mehr Praktika an Schulen sowie ausreichende Möglichkeiten zur Kinderbetreuung.

Klare Haltung zu Plänen der AfD

Das werde in Landkreisen wie Biberach, wo nahezu Vollbeschäftigung herrscht, aber nicht ausreichen. „Wir brauchen Fachkräfteeinwanderung aus dem Ausland“, betonte Schwarz und positionierte sich klar gegen die AfD und die jüngst formulierten rechten Ideen zur „Remigration“. Dieser Begriff komme niedlich daher. „Aber das ist nichts anderes als ein Deportationsplan.“

Anja Reinalter lobte in diesem Zusammenhang die jüngsten Demonstrationen gegen Rechtsextremismus in Deutschland. „Die stille Mehrheit geht auf die Straße. Das gibt mir als Politikerin Mut.“ In diesem Zusammenhang appellierte Reinalter an die Bürgerinnen und Bürger, bei der anstehenden Kommunalwahl zu kandidieren. „Jetzt ist die Zeit, sich für demokratische Parteien einzusetzen.“

Besuch bei Landrat Mario Glaser

Zudem bekräftigte Reinalter, dass es nicht gelingen werde, „den Motor Deutschland“ ohne Fachkräftezuwanderung am Laufen zu halten. Schon jetzt sehe man, dass das im letzten Jahr beschlossene Fachkräfteeinwanderungsgesetz wirke. So habe sie kürzlich einen Bäckermeister in Ochsenhausen besucht, der dank der neuen Regelung Azubis aus Marokko, Tadschikistan und dem Libanon gewinnen konnte.

Bereits am Vormittag hatten sich die Grünen-Politiker mit Landrat Mario Glaser getroffen. Die Themen Integration, Flüchtlingsunterbringung, Schule und Mobilität standen dabei im Mittelpunkt. Schwarz, der von 1999 bis 2016 als Stadtrat in Kirchheim unter Teck fungierte, betonte in diesem Zusammenhang seine Unterstützung für Kreise und Kommunen: „Solange ich Fraktionsvorsitzender bin, werde ich ein Augenmerk darauf haben, dass die Kreise und Kommunen gut ausgestattet sind.“