Freilichtspiel

Freilichtspiel soll am 27. Juni Premiere feiern

Meßkirch / Lesedauer: 4 min

Im Sommer führt die Kolpingbühne „Der Mann mit der eisernen Maske“ auf – 80 Rollen sind zu vergeben
Veröffentlicht:30.03.2015, 20:17
Aktualisiert:24.10.2019, 04:00

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Die Präsentation des diesjährigen Freilichtspiel-Projekts der Kolpingbühne hat die Hauptversammlung der Kolpingsfamilie Meßkirch bestimmt: Diesen Sommer soll das Stück „Der Mann mit der eisernen Maske“ aufgeführt werden. Es ist ein Stück des in Meßkirch bekannten Autors und Regisseurs Volker Ullmann – frei nach dem Roman von Alexandre Dumas (1802 bis 1870). Die Premiere soll am 27. Juni stattfinden. Mit der Aufführung des Freilichtspiels setzt die Kolpingbühne ihre mehr als 80-jährige Theatertradition fort.

Spielleiter Thomas Schlude berichtete, dass die Kolpingbühne bereits seit vier Jahren nicht mehr gespielt habe – nicht zuletzt deshalb, weil die Freilichtspiele immer mit großen Anstrengungen und erheblichem finanziellen Aufwand verbunden seien. Der Vorstand der Kolpingsfamilie habe deshalb beschlossen, nur noch alle vier Jahre ein Freilichtspiel aufzuführen. Dazwischen, ebenfalls im Vier-Jahres-Rhythmus, sei künftig Platz für das Kindertheater.

„Das Thema Musketiere ist seit der Aufführung vor acht Jahren immer noch aktuell“, fuhr Schlude fort. Deshalb habe sich der Vorstand für das ähnliche Bühnenstück „Der Mann mit der eisernen Maske“ entschieden. In dem Stück kommen ebenfalls Fechtszenen vor (mehr zum Inhalt siehe unten). Es soll eine passende Fortsetzung zum Spiel „Die drei Musketiere“ sein. Zudem stamme das zwischenzeitlich verfilmte Bühnenstück aus der Feder des Autors, Regisseurs und Schauspielers Volker Ullmann, mit dem die Kolpingbühne seit 2007 zusammenarbeitet. „Das Spielen des Stückes ist auch ein kleines Dankeschön an Volker Ullmann für seine Unterstützung“, sagte Schlude.

„Das diesjährige Freilichtspiel findet erneut vor dem Schloss und nicht im Schlossinnenhof statt“, überraschte Schlude die Mitglieder. Der Vorstand und die Kolpingbühne haben sich dafür entschieden, weil eine große Tribüne mehr Komfort biete und mit mehr als 700 Sitzplätzen – gegenüber 450 im Innenhof – auch ein höheres Einnahmenpotenzial verspreche. Dabei seien sich die Verantwortlichen der größeren finanziellen Belastung bewusst. Neu sei ebenfalls, dass neben der Tribüne zwei Bürocontainer zur Unterbringung der gesamten Technik und zum Lagern der Requisiten aufgestellt werden sollen. Am 23. Juni soll die Tribüne aufgebaut werden.

Spielleiter Benedikt Herrmann stellte anhand einer Skizze das geplante Bühnenbild vor: Dabei bildet das Hauptportal zur Stadtseite die Bühnenmitte. Auf der rechten Seite der Bühne seien noch kleine Aufbauten vorgesehen. Die linke Bühnenseite soll frei bleiben.

Für das Freilichtspiel sind inklusive Statisten 80 Rollen zu vergeben. Die Rollenverteilung erfolgt am Montag, 13. April, im Herz-Jesu-Heim in Meßkirch. Außerdem werden zur Durchführung des Projekts etwa 125 Helfer benötigt.

Die Mitgliederversammmlung fasste mehrheitlich den Beschluss, das Freilichtspiel aufzuführen.

Der Vorsitzende der Kolpingsfamilie, Marc Wischnewski, zeigte sich mit dem Verlauf des zurückliegenden Vereinsjahres zufrieden. Über insgesamt fünf Gesprächsabende, bei denen aktuelle Ereignisse und Nachrichten diskutiert wurden, Besichtigungen, Wanderungen und Ausflüge im vergangenen Jahr, berichtete Klaus Löffler, Leiter der Gruppe Altkolping.

Ähnlich viele Termine hatte Uli Lipp mit der Familiengruppe und den jungen Erwachsenen durchgeführt. Eine Radwanderung mit Besuch des Campus Galli, ein Zeltwochenende mit Kindern in Heudorf und das traditionelle Hüttenwochenende in Au im Bregenzerwald waren dabei die Höhepunkte. Dagegen hielten sich die Aktivitäten bei der Gruppe Jungkolping in Grenzen: „Sie beschränkten sich auf die Teilnahme am Fußballturnier in Laupheim und die Übernahme der Bewirtung beim Kindertheater im Martinssal“, berichtete Thomas Schall.

Über die Finanzen und die Kassengeschäfte der Kolpingsfamlie informierte Kassiererin Cornelia Riess. Sie teilte mit, dass die Kolpingsfamilie aufgrund der Sterbefälle im vergangenen Jahr drei Mitglieder verloren habe. Sie zähle aktuell 131 Mitglieder. Die Versammlung entlastete die Kassiererin und den Vorstand einstimmig.

Inhalt des Stück:

„Der Mann mit der eisernen Maske“ spielt in Paris zur Mitte des 17. Jahrhunderts. Der junge König Ludwig XIV. (1638 bis 1715) ist eitel, machtbesessen, skrupellos und hat zahlreiche Liebesaffären. Während sein Volk verhungert, feiert der König rauschende Feste. Im letzten der Musketier-Romane von Alexandre Dumas spinnt der ehemalige Musketier Aramis in seiner neuen Funktion als Bischof von Vannes eine Intrige gegen Ludwig: Er unternimmt den Versuch, den vor der Öffentlichkeit geheimgehaltenen und in der Bastille-Festung eingesperrten Zwillingsbruder des Königs zu befreien und statt Ludwig auf den Thron zu setzen. Der Gefangene muss beim Hofgang stets eine eiserne Maske tragen, damit niemand seine wahre Identität herausfindet. Ihm ist es unter Todesstrafe untersagt, mit jemandem in Kontakt zu treten.

Aufführungen:

Fünf Vorstellungen über drei Wochen verteilt sind vorgesehen. Die Premiere soll am Samstag, 27. Juni, um 20 Uhr stattfinden. „Diese will die Volksbank Meßkirch komplett aufkaufen und die Eintrittskarten selbst verkaufen“, sagte Spielleiter Thomas Schlude. Weitere Vorstellungen sind für Freitag, 3., Samstag, 4., Freitag, 10., und Samstag, 11. Juli, geplant. Die Eintrittskarte soll im Vorverkauf 15 Euro, an der Abendkasse 18 Euro kosten.