Schulleiterwechsel

„Du übernimmst eine tolle Schule“

Laupheim / Lesedauer: 3 min

Der Schulleiterwechsel an der Kilian-von-Steiner-Schule ist jetzt offiziell vollzogen
Veröffentlicht:28.10.2016, 23:46
Aktualisiert:23.10.2019, 11:00

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Der Schulleiterwechsel an der Kilian-von-Steiner-Schule ist vollzogen. Am Freitag wurde Tobias Kamm offiziell verabschiedet und sein Nachfolger Joachim Trautmann ins Amt eingesetzt.

„Sie haben einen tollen Job gemacht“, bescheinigte Landrat Heiko Schmid dem scheidenden Rektor. Das hätten freilich auch andere erkannt, einschließlich der Schulbehörden. So sei Kamm denn „mehr als überraschend“ nach nur zwei Jahren an der Laupheimer Kreisberufsschule wieder zurück nach Ehingen gewechselt, wo er jetzt die Kaufmännische Schule leitet. Das sei schon ein Schlag ins Kontor gewesen.

Während seiner Zeit in Laupheim habe Kamm die Kilian-von-Steiner-Schule vorangebracht, betonte der Landrat, den Ausbildungsberuf Büromanagement zurückgeholt und es mit Unterstützung unter anderem der heimischen Wirtschaft und von Schülern des Carl-Laemmle-Gymnasiums geschafft, junge Flüchtlinge zu fördern und ihnen eine berufliche Perspektive zu bieten. Die Schülerzahl legte seit 2014 um 60 Köpfe auf aktuell 634 zu – auch das ein Beleg für den Schwung, den Kamm hereingebracht habe. Er habe es verstanden, das Kollegium mitzunehmen, und stets konstruktiv mit dem Schulträger zusammengearbeitet.

Der Nachfolger Joachim Trautmann war 2013 Konrektor an der Kilian-von-Steiner-Schule geworden. „Auch ihm ist die duale Ausbildung wichtig, der Markenkern dieser Schule“, sagte Heiko Schmid. Zu den Zukunftsaufgaben gehöre es, den naturwissenschaftlichen Bereich auszubauen und dem Dualen Naturwissenschaftlichen Gymnasium, mit modernster Ausstattung auf Industriestandard, ein belastbares Fundament zu geben.

Die Zeit intensiv genutzt

Kamm habe seine Zeit in Laupheim intensiv genutzt und viel erreicht, lobte Dieter Renner, als Abteilungsdirektor am Regierungspräsidium Tübingen zuständig für die Beruflichen Schulen. Er nannte beispielhaft die Kooperation mit der Friedrich-Adler-Realschule, bei der eine qualifizierte Berufsorientierung vermittelt werde, und die Arbeit mit Flüchtlingen. Kamms Bewerbung nach Ehingen habe in der hiesigen Schulgemeinschaft weithin Bedauern und Enttäuschung ausgelöst. Darin spiegele sich freilich die Wertschätzung für Kamm. Jedoch müssten auch Schulleitern Versetzungsbewerbungen erlaubt sein. Die Rolle des RP sei gewesen, bei den Neubesetzungen alle Aspekte sorgfältig abzuwägen.

Der neue „Kapitän“ der Kilian-von-Steiner-Schule habe bereits viel Führungserfahrung gesammelt, hob Renner hervor. Gemeinsam hätten Trautmann und Kamm Akzente gesetzt und Entwicklungen angestoßen.

Lob für das Kollegium

Tobias Kamm dankte dem Landkreis für die stete Unterstützung und dem Kollegium der Kilian-von-Steiner-Schule – „Sie sind der Grund, warum die Schule einen so guten Ruf genießt“ – für die Einsatzbereitschaft. Als es galt, mitten im Schuljahr eine Flüchtlingsklasse einzurichten, hätten sich spontan mehr als genügend Kolleginnen und Kollegen bereit erklärt, sich über das Regeldeputat hinaus zu engagieren. Bemerkenswert auch die Bereitschaft der Wirtschaft, zusätzliche Angebote und integrative Projekte für Flüchtlinge zu ermöglichen: „Es ist diese Solidarität, die Laupheim auszeichnet.“ Seinem Nachfolger rief Kamm zu: „Du übernimmst eine tolle Schule.“

Joachim Trautmann hat nach den Sommerferien in seinem Büro eine Schultüte vorgefunden mit der Widmung: „Dem neuen Kilian-von-Steiner-Burgherrn alles Gute“. Er schwärmte von dieser Burg, deren Ausstattung sich sehen lassen können, gelobte den Burgfrieden zu wahren und die Handelsbeziehungen auszubauen und zu festigen.

Sabine Post (Querflöte) und Helmut Zeihsel (Klavier) bereicherten die festliche Stunde musikalisch.