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Endspurt

Die Naturwissenschaften ziehen um

Laupheim / Lesedauer: 3 min

Neubau für Gymnasium und Realschule kann wohl doch schon am 15. September der Öffentlichkeit gezeigt werden
Veröffentlicht:30.08.2012, 17:55

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Endspurt beim Neubau für Realschule und Gymnasium: Ein Heer von Handwerkern vollendet in diesen Tagen das 11,5 Millionen Euro teure Gebäude. Pünktlich zum Schuljahresbeginn am 10. September soll es betriebsbereit sein.

Mit einer guten Nachricht wartete am Donnerstag der städtische Hauptamtsleiter Josef Schoch auf: Der Mitte Juli entdeckte Wasserschaden ist ausgestanden. Auf einer Fläche von rund 1200 Quadratmetern hatte sich im Erdgeschoss zwischen der Rohbetonplatte und dem Estrich Nass angesammelt (die SZ berichtete). Laut Baudezernat war Regenwasser mehrere Wochen lang über einen Elektroschacht eingedrungen, weil am Ende des Leitungsrohres die Dichtung gefehlt habe. Spezialisten mussten den Boden in einem aufwendigen Verfahren trocken legen, Fliesen und feuchte Gipskartonwände ersetzen. Das werfe den Innenausbau um drei Wochen zurück, hieß es Anfang August. Der für den 15. September geplante Tag der offenen Tür wurde vorsorglich verschoben.

Die Schäden konnten nun aber so zügig behoben werden, dass die Stadt am Termin Samstag, 15. September, festhalten will. „Der Bürger und Steuerzahler soll das größte Laupheimer Schulbauwerk zeitnah in Augenschein nehmen können“, sagt Josef Schoch. An den folgenden Samstagen gebe es andere Veranstaltungen (Seniorennachmittag, Einweihung der erweiterten und sanierten Kilian-von-Steiner-Schule, Klausurtagung des Gemeinderats). „Dann ist es bereits Mitte Oktober – zu spät.“

Offiziell eingeweiht wird der Neubau für das Carl-Laemmle-Gymnasium und die Friedrich-Adler-Realschule am 13. September. Den finanziellen Schaden durch das eingedrungene Wasser mag das Rathaus noch nicht beziffern. Die Schuldfrage wird geprüft und muss womöglich in einem Rechtsstreit geklärt werden.

Seit Donnerstag ziehen Mitarbeiter des städtischen Bauhofs etwa 500 Kartons aus Realschule und Gymnasium in den Neubau um. Die Lehrer haben vor den Sommerferien eingepackt, was an naturwissenschaftlichem Inventar in die neuen Fachräume wandern soll. Auch Apparaturen für Experimente wechseln das Gebäude, ebenso Schulskelett „Rudi“ und seine Partnerin. Nächste Woche ist Auspacken angesagt.

„Vieles an Ausstattung schaffen wir neu an“, sagt Schoch. Der Etat wurde für beide Schulen um je 50 000 Euro aufgestockt – Geld, das im städtischen Haushalt 2012 zunächst für die Altbausanierung vorgesehen war.

Die Mediothek wird von der kommenden Woche an eingerichtet. „Sie ist am 10. September nicht ganz fertig, wir komplettieren das in der ersten Schulwoche“, erklärt Schoch. Auch die EDV-Verkabelung und die Außenanlagen brauchen noch etwas Zeit.

Die Mediothek steht allen Laupheimer Schulen offen, sie wird als Zweigstelle der Stadtbibliothek geführt. Die Verwaltung hat eine Bibliothekarin als Halbtagskraft eingestellt. Um die Aufsicht kümmern sich Eltern, Schüler und Jugendbegleiter. Der Bestand umfasst fürs Erste rund 3000 Medien und soll auf 10 000 anwachsen.

Josef Schoch ist voll des Lobes über das Zusammenspiel von Schulen, Handwerkern und Rathaus: „Ein Rädchen greift ins andere.“