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Spielertrainerduo

Bronnen setzt künftig auf erfahrenes Duo

Laupheim / Lesedauer: 4 min

Fußball, Kreisliga A II: SF holen Marc Nilius und Michael Laupheimer als Spielertrainer
Veröffentlicht:29.03.2017, 10:02

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Die SF Bronnnen werden mit Michael Laupheimer und Marc Nilius als gleichberechtigtem Spielertrainerduo in die kommende Saison gehen. Bei den Sportfreunden, die aktuell noch um den Klassenhalt in der Fußball-Kreisliga A II spielen, werden sie die Nachfolge von Sergej Haus antreten.

„Dass beide kommen werden, ist eine Win-win-Situation für uns. Damit bekommen wir auch noch zwei sehr gute Spieler“, sagt SF-Abteilungsleiter Tobias Wischnat . Marc Nilius kämpft aktuell mit dem Verbandsligisten Olympia Laupheim gegen den Abstieg und ist Co-Trainer von Olympias „Zweiter“. Michael Laupheimer bildet mit Simon Boscher das Spielertrainerduo beim TSV Ummendorf, der noch mittendrin im Rennen um Aufstiegsrelegationsplatz zwei in der Kreisliga A I ist. Auch Laupheimer bringt Verbandsliga-Erfahrung als Spieler aus seiner Zeit bei Olympia Laupheim und dem nordbadischen SV Mörsch mit. „Wir haben uns zunächst auf eine Zusammenarbeit für die kommende Saison geeinigt“, sagt Wischnat. „Wenn es gut läuft, dann hätte ich nichts dagegen, dass beide länger bleiben.“

Schon vor Weihnachten hatte der SF-Abteilungsleiter die ersten Gespräche mit Marc Nilius geführt. „Nachdem wir aus der SZ erfahren haben, dass Michael Laupheimer auf dem Markt ist, haben wir Kontakt zu ihm aufgenommen“, erläutert der 39-Jährige. „Wir sind uns mit ihm schnell einig geworden.“ Mit dem derzeitigen Trainer Sergej Haus hatte Wischnat in der Winterpause über die kommende Saison gesprochen. „Dabei habe ich ihm eröffnet, dass wir uns nach einem neuen Trainer umschauen werden“, so der SF-Abteilungsleiter. „Das hatte aber nichts mit seiner Arbeit zu tun. Er hat bisher einen sehr guten Job gemacht. Aber nach drei Jahren war es einfach Zeit, mal etwas Neues auszuprobieren.“

Vier Olympia-Spieler auf dem Radar

Über die Verpflichtung von Marc Nilius und Michael Laupheimer hinaus hat Tobias Wischnat auf SZ-Nachfrage auch Gerüchte bestätigt, dass der Verein an einigen Spielern von Laupheims „Zweiter“ dran ist. „Das hat nichts mit Marc Nilius zu tun. Das Interesse an einigen Laupheimer Spielern existiert von Bronner Seite schon seit Längerem“, sagt der SF-Abteilungsleiter. „Zwei spielen derzeit studienbedingt nicht für Olympia II, zwei kicken aktuell in der Bezirksliga-Mannschaft von Laupheim II.“ Namen wollte Wischnat gegenüber der SZ nicht nennen. „Einer der Spieler ist aus Bronnen. Die anderen haben teilweise schon in der Jugend in Achstetten und bei der Olympia mit einigen aktuellen Bronner Spielern zusammen gespielt“, so der SF-Abteilungsleiter. „Die Verhandlungen laufen derzeit. Fix ist noch nichts.“

Ob Bronnen jetzt perspektivisch einen Großangriff plant? „Das Wichtigste ist jetzt, dass wir erst mal den Klassenerhalt schaffen. Das ist auch das erste Ziel für die kommende Saison“, so Wischnat. „Wenn wir dann nach den ersten Spielen vorn dabei sein sollten, dann würden wir uns sicherlich neue Ziele stecken.“ Dass die Sportfreunde in dieser Spielzeit den Klassenerhalt in der Kreisliga A II schaffen werden, sieht der SF-Abteilungsleiter sehr optimistisch. „Nächsten Sonntag geht es gegen Schwendi II. Das ist ein richtungsweisendes Spiel. Das müssen wir gewinnen“, sagt der 39-Jährige.

Wichtiger Faktor

Michael Laupheimer freut sich derweil auf die neue Herausforderung ab dem kommenden Sommer und die Zusammenarbeit mit Marc Nilius, mit dem er bei Olympia Laupheim schon einige Jahre zusammen gespielt hat. „Er war ein wichtiger Faktor für meine Entscheidung“, sagt der 32-Jährige. Ein weiterer Grund, sich für Bronnen zu entscheiden, war, dass die Sportfreunde ein gut geführter Verein seien, der etwas vorhat. „Der Plan ist, den Club in der nächsten Saison zu stabilisieren. Mein Ziel ist ein Mittelfeldplatz in der Saison 2017/18. Danach soll der Blick nach oben gehen“, so Laupheimer. „Jetzt geht es aber erst einmal darum, dass der Verein die Klasse hält und was für Spieler im Sommer dazukommen.“ Sollte Bronnen absteigen, dann müsste man sich noch einmal zusammensetzen.

In die Personalplanungen seien er und Marc Nilius nicht direkt einbezogen. „Das macht der Verein. Er ist federführend bei den Gesprächen. Wir sind nicht dafür verantwortlich, Spieler zum Verein zu bringen“, erläutert Michael Laupheimer und fügt hinzu: „Unser Ziel ist es, die Leute für den Fußball wieder richtig zu begeistern, eine neue Euphorie zu entfachen.“ Bis zum Ende der laufenden Saison gelte sein Fokus aber noch komplett dem TSV Ummendorf, macht Laupheimer deutlich: „Wir wollen noch Platz zwei erreichen.“