Schlossgarten

„Am Schlossgarten“ sind 17 Bauplätze geplant

Laupheim / Lesedauer: 2 min

Martina Miller: „Nicht nur vermögende Bürger sollten dort ein Zuhause finden“ – OB Rechle: „Auch an größeren Grundstücken ist Bedarf“.
Veröffentlicht:28.02.2019, 19:28
Aktualisiert:22.10.2019, 12:00

Von:
Artikel teilen:

17 Bauplätze will die Stadt im künftigen Wohngebiet „Am Schlossgarten“ ausweisen. Am Montag hat der Gemeinderat die Erschließungsplanung zum Preis von rund 220 000 Euro an das Ingenieurbüro Marschall und Klingenstein aus Tettnang vergeben.

Der Auftrag umfasst die Pläne für Straßenbau, Kanalisation, Regenwasserbehandlung und Wasserversorgung. Parallel dazu bereitet das städtische Baudezernat derzeit einen Bebauungsplanentwurf vor. In wenigen Wochen soll der Gemeinderat den Aufstellungsbeschluss fassen. Im Herbst rollen die Bagger. Es werde angestrebt, noch dieses Jahr einen Abschnitt mit acht Grundstücken baureif zu machen, sagte Gunter Ast vom Amt für Bautechnik und Umwelt.

Für die Erschließung des Baugebiets sind im aktuellen Haushalt 795 000 Euro vorgesehen. Dazu kommt für den Haushalt 2020 eine Verpflichtungsermächtigung über 600 000 Euro.

Es handele sich um ein attraktives Baugebiet, sagte Stadträtin Martina Miller (SPD). Die Grundstücke seien großzügig bemessen. Im Durchschnitt mehr als 80 000 Euro Erschließungskosten pro Bauplatz seien freilich keine gute Voraussetzung, um dringend benötigten Wohnraum für einen großen Personenkreis zu schaffen. „Nicht nur vermögende Bürger sollten dort ein Zuhause finden“, befand Miller, „sondern es sollte eine soziale Durchmischung möglich sein.“ Auch Raphael Mangold meinte, „wir vertun eine Chance, wenn wir ausschließlich große Bauplätze anbieten“.

OB: Haben ein Gesamtprogramm

„Wir sind mit einem Gesamtprogramm für 2019 angetreten, mit dem wir versuchen, alle Klientel in Laupheim abzubilden“, antwortete OB Gerold Rechle. Schwerpunkte seien die Erschließung des Wohngebiets „Am Mäuerle“, der Verkauf zweier städtischer Grundstücke am Fichtenweg und an der Ulmer Straße nach Kriterien, die den Bau von Mietwohnungen für Menschen mit schmalem Einkommen fördern sollen, und das Baugebiet „Am Schlossgarten“.

„Wir werden es nicht hinkriegen, alle Formen der Wohnbebauung in jedem Baugebiet zu realisieren“, sagte Rechle. Deshalb versuche man jeweils Schwerpunkte zu bilden. Auch an größeren Bauplätzen sei Bedarf. Am „Schlossgarten“ sei, anders als am „Mäuerle“, von Verwaltungsseite zunächst kein Geschosswohnungsbau vorgesehen.

Sollten die Stadträte dies anders haben wollen, „können Sie das über den Bebauungsplan regeln“, erklärte Rechle. „Sie sind in jeder Phase Herr des Verfahrens.“

Bei der Vergabe der Erschließungsplanung stimmten zwei Ratsmitglieder – Martina Miller ( SPD ) und Corinne Berg (Offene Liste) – mit „Nein“.