Biberach

Kommentar zum Intendantinnenrücktritt bei den Filmfestspielen

Biberach / Lesedauer: 1 min

Die jetzige Situation sollten die Biberacher Filmfestspiele für einen kompletten Neuanfang nutzen, meint Redakteur Gerd Mägerle.
Veröffentlicht:26.05.2023, 14:40

Von:
  • Author ImageGerd Mägerle
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Nachdem der Bruch mit Adrian Kutter und Helga Reichert einigermaßen verheilt schien, stehen die Biberacher Filmfestspiele wieder ohne künstlerische Leitung da. Die im März 2021 mit vielen Vorschusslorbeeren gestartete Lösung mit Nathalie Arnegger wirkt im Rückblick nun wie ein großes Missverständnis.

Ähnlich wie zum Ende der Zeit von Helga Reichert schienen die Vorstellungen, wie ein Festival zu funktionieren hat und was es dafür braucht, zwischen Arnegger und dem Vereinsvorstand nicht mehr deckungsgleich zu sein.

Zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit ist nun ein Scherbenhaufen zusammenzukehren. Will man darin irgendetwas Gutes sehen, dann die Tatsache, dass diese Situation die Chance zu einem grundlegenden Neuanfang bietet.

Anstatt wie nach dem Ende der Amtszeit von Helga Reichert schnell eine Nachfolge für die künstlerische Leitung zu suchen, ansonsten aber mit der gleichen Struktur weiterzumachen, ist jetzt die Gelegenheit da, den Reset–Knopf zu drücken und bis zu möglichen Biberacher Filmfestspielen 2024 grundlegend neu zu überlegen, wie ein solches Festival aussehen könnte: organisatorisch, personell — und auch finanziell.

Für den letzten Punkt ist entscheidend, dass es dem Verein gelingt, die Sponsoren und Zuschussgeber an Bord zu halten und sie von einem künftigen Konzept zu überzeugen.


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