Heimat

Bürgerwehr Mittelbiberach führt Ulrika-Nisch-Prozession an

Mittelbiberach / Lesedauer: 1 min

Die Prozession hat Tradition
Veröffentlicht:31.05.2022, 12:07

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Die Historische Bürgerwehr Mittelbiberach führte mit Abordnungen der Gastwehren die Ulrika-Nisch-Prozession an. Mit der Prozession vom Geburtshaus von Ulrika Nisch in Mittelbiberach zur Zweifelsbergkapelle wird eine langjährige Tradition fortgesetzt.

Die am 1. November 1987 selig gesprochene Schwester Ulrika Nisch wurde am 18. September 1882 in Mittelbiberach als uneheliches Kind geboren. Zur damaligen Zeit war sie von Geburt an mit einem „Makel“ versehen, der ihr ganzes Leben prägte. Die durch die Lebensumstände entstandenen Probleme meisterte sie mit demütiger Lebenshaltung und großer Bescheidenheit. Von einer damals unheilbaren Krankheit gezeichnet, starb sie am 8.Mai 1913 mit 31 Jahren.

Traditionell findet um ihren Todestag eine Prozession von ihrem Geburtshaus in der Buchauer Straße zur Zweifelsbergkapelle statt. Der Prozessionszug wurde angeführt von der Historischen Bürgerwehr Mittelbiberach und Abordnungen der Gastwehren aus Ehingen, Munderkingen, Saulgau und Dietenheim. Der Landeskommandant Jürgen Rosenäcker aus Crailsheim nahm ebenfalls an der Prozession teil.

Dieses Jahr fand die Vereidigung, das Gelöbnis der Soldatinnen und Soldaten der Bürgerwehr für die nächsten sechs Jahre, statt. Damit kam dem Ereignis eine besondere Bedeutung zu. Bei der Vereidigung geloben die Mitglieder der Bürgerwehr ihre Treue und verpflichten sich zu einem ehrenvollen Verhalten „im Dienst und außer Dienst“.