Rauchvergiftung

Heggbacher Bewohner aus Klinik zurück

Heggbach / Lesedauer: 2 min

Ursache des Feuers im Wohnheim ist noch unklar – Die Polizei ermittelt
Veröffentlicht:29.03.2016, 19:14
Aktualisiert:23.10.2019, 17:00

Von:
Artikel teilen:

Den Bewohnern geht es nach dem Brand im Heggbacher Wohnheim gut. Die acht Menschen mit Behinderung, die mit Verdacht auf Rauchvergiftung ins Krankenhaus gebracht worden waren, sind alle wieder zurück in Heggbach. Das berichtete gestern die Pressesprecherin der St.-Elisabeth-Stiftung, Claudia Flassak .

Der Brand war am Sonntagabend im Haus Martin des Wohnkomplexes ausgebrochen. Mitarbeiter aus einem anderen Haus hätten den Zimmerbrand entdeckt, sagte Claudia Flassak. In der betroffenen Wohngruppe leben normalerweise elf Erwachsene mit teils schweren Mehrfachbehinderungen. Drei von ihnen waren über Ostern im Urlaub.

Die acht Bewohner, die teilweise beim Gehen eingeschränkt sind, wurden alle evakuiert. Sie kamen mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus.

Das betroffene Zimmer in dem zweigeschossigen Bau brannte völlig aus. Das Gebäude war erst vor wenigen Jahren generalsaniert und mit einer Brandmelde- und einer Rauchabzugsanlage ausgestattet worden. Im vergangenen Herbst hatte es in Heggbach eine große Feuerwehrübung gegeben, bei der der Ernstfall geprobt worden war. „Bei Einsätzen ist die Ortskenntnis entscheidend und diese wird durch solche Übungen erreicht“, sagte gestern Kreisbrandmeister Florian Peters. Er selbst war bis 1.30 Uhr vor Ort, die Wehren hielten dann noch Brandwache. Mehr als 80 Feuerwehrleute sowie vier Notärzte und 65 Rettungsdienst- und Schnelleinsatzgruppen-Mitarbeiter waren in Heggbach.

Die acht Bewohner sind inzwischen alle zurück in Heggbach. „Es geht ihnen gut“, sagte Claudia Flassak gestern. Sie haben andere Zimmer im Wohnheim bezogen. „Wir haben das so schonend wie möglich gemacht“, betonte die Pressesprecherin. Die Bewohner würden sich im Haus alle gut kennen und mit dem Umzug gut klarkommen. Unterstützung bekamen sie durch die Mitarbeiter des Wohnverbundes. Diese seien teilweise aus dem Urlaub zurückgekommen, um nach den Bewohnern zu schauen und zu helfen, berichtete Claudia Flassak. Eine Seelsorgerin sei zudem zur Unterstützung da gewesen.

Wie lange es dauert, bis das ausgebrannte Zimmer wieder bewohnbar ist, konnte die Pressesprecherin noch nicht sagen. Der Schaden liege im sechsstelligen Bereich.

Die Polizei sucht zurzeit nach den Ursachen des Brands. „Wir stehen am Anfang der Ermittlungen“, sagt Polizeipressesprecherin Claudia Kappeler auf SZ-Nachfrage.