Titelgewinn

Titelgewinn nach Krimi

Hattenburg / Lesedauer: 3 min

Kegeln: Oberliga-Frauen des KSC Hattenburg steigen als Meister in Verbandsliga auf
Veröffentlicht:31.03.2015, 21:14
Aktualisiert:24.10.2019, 04:00

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Die Oberliga- Keglerinnen des KSC Hattenburg haben trotz einer 1:7 (2859:3085)-Niederlage beim KV Gammelshausen II am letzten Spieltag den Meistertitel gewonnen. Die KSC-Frauen profitierten davon, dass der Tabellenzweite, FV Burgberg I, beim KV Neu-Ulm I mit 3,0:5,0 verlor. Durch den Titelgewinn stiegen die KSC-Frauen in die Verbandsliga auf, die höchste Spielklasse in Baden-Württemberg.

Der KSC Hattenburg war mit einem Zwei-Punkte-Vorsprung auf Burgberg in den letzten Spieltag gegangen, der sich schließlich zu einem Krimi entwickelte. Brisanz gab es schon im Vorfeld, da die Partie des FV Burgberg früher als die des KSC anfing. So führte der Tabellenzweite in Neu-Ulm bereits mit 3:1, als das Spiel der Hattenburgerinnen in Gammelshausen begann. Die Aufstellung des KSC wurde entsprechend angepasst. Die Anfangsachse mit Verena Greif (474/0) und der zwischendurch leicht angeschlagenen Sara Heering (498/0) konnte die Erwartungen zunächst nicht erfüllen. Ein KSC-„Spion“ vermeldete dann aber umgehend eine überraschende Wende in Neu-Ulm. Dort entschied die Schlussachse doch noch das Spiel für den Gastgeber gegen den Zweiten Burgberg.

Die Meldung schlug wie eine Bombe ein bei Hattenburg, nicht alle KSC-Spielerinnen konnten diese richtig verarbeiten. Nicole Miller (437/0) war irgendwie von der Rolle, einzig Theresa Dolderer (508/1) spulte ihr Pensum erfolgreich herunter. Carina Wohnhaas spielte noch gut (522/0), während Irmgard Waibel (420/0) ihre Freude über den großen Erfolg nicht in die richtige Bahn lenken konnte.

Teamgeist ist Erfolgsgeheimnis

Nach dem Spielende war der Jubel groß im Hattenburger Lager bei der Übergabe des Meisterwimpels und über den größten Erfolg eines KSC-Teams in der Vereinsgeschichte. „Die Feier ging am Sonntag bis Mitternacht. Danach war Schluss, weil die meisten ja am Montag wieder arbeiten mussten“, sagte Kapitänin Sara Heering gegenüber der SZ. „Wir können es immer noch nicht richtig fassen, dass wir Meister sind. Es ist auf jeden Fall ein Traum in Erfüllung gegangen.“ In einer WhatsApp-Gruppe haben die Spielerinnen mittlerweile laut der 20-Jährigen darüber philosophiert, wie weit es jetzt in der Verbandsliga zu fahren ist und welche Gegner es geben wird. Was das Erfolgsgeheimnis war? „Die Mannschaft hält einfach zusammen, der Teamgeist ist einfach super“, so Heering. Insgesamt zehn Spielerinnen trugen ihren Teil zum Titelgewinn des KSC bei. Neben denen, die am letzten Spieltag antraten, waren dies auch die Jüngste, Lisa-Marie Oelmaier (15 Jahre), Yvonne Bohner sowie die beiden Ersatzspielerinnen Sonja Baatz und Jutta Kresinsky.

Im September geht die Saison in der Verbandsliga für die Hattenburgerinnen los. „Das Ziel ist der Klassenerhalt. Es wird sicher schwerer als bisher zu gewinnen. Bis auf den ESV Aulendorf und Gerbertshaus-Kehlen sind uns alle Gegner unbekannt“, blickt Sara Heering voraus. „Es wird auf jeden Fall eine spannende Saison. Die Vorfreude ist jetzt schon riesengroß.“